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Sauna Manche mögen's heiß

Die nasskalte Jahreszeit ist Erkältungszeit. Um sich gegen das ungemütliche Wetter abzuhärten, schwören viele auf das Saunieren. Doch beim Schwitzbad sollte man einige Regeln beachten, sonst kann das heiße Abenteuer gefährlich werden.

Stand: 16.11.2015

Frau in der Sauna | Bild: colourbox.com

Entspannen und dabei Wärme tanken, das kann man an grauen Tagen wohl am besten in der Sauna. Immer mehr Menschen entdecken diesen Spaß, der ihnen den Schweiß aus allen Poren treibt - und dabei das Gefühl vermittelt, der Körper könne sich so von allen Giften und Schlacken befreien. In der Tat: Sauna ist gesund für nahezu jeden, ob jung oder alt.

Sauna härtet ab

Der Wechsel von Hitze und Kälte trainiert das Immunsystem.

Der Wechsel zwischen Hitze und Abkühlung ist ein ausgezeichnetes Training für die kleinen und kleinsten Blutgefäße in der Haut. Hitze erweitert diese Adern, kaltes Wasser im Tauchbecken oder unter der Dusche lässt sie augenblicklich eng werden. Reaktionen, die nicht nur in der Sauna, sondern auch im täglichen Leben sinnvoll sind.

So kann sich der Körper beispielsweise effektiver vor Wärmeverlusten in kalter Umgebung schützen und so Erkältungskrankheiten vorbeugen. Sauna härtet ab - vermutlich auch durch direkte Auswirkungen auf das menschliche Immunsystem. Darüber hinaus hat Saunieren positive Wirkungen auf den Kreislauf, vor allem bei niedrigem Blutdruck oder labilen Kreislaufverhältnissen. Vorsicht ist allerdings bei hohem Blutdruck angezeigt.

Saunasünden: Was gar nicht geht

Entspannung und Erholung

Mit allen Sinnen genießen

Vor allem aber bietet die Sauna eines: Entspannung, Erholung und Abstand vom Alltag. Einfach mal für ein paar Stunden die Seele baumeln lassen. Damit der Organismus aber wirklich von der Sauna profitiert, sollte man regelmäßig hingehen. Ein Saunabesuch pro Woche ist ausreichend, da die positiven Wirkungen etwa sieben Tage lang anhalten. Zwei oder drei Besuche pro Woche schaden nicht. Und auch, wenn die wohlige Wärme bei Frost und Minusgraden einladender erscheint als an warmen Tagen, sollte man das ganze Jahr über regelmäßig saunieren.

Tipps vom Deutschen Sauna-Bund e.V. ...

Persönliches Wohlbefinden

Ein Saunabad ist kein exakt geregeltes Bad: Der Saunagänger soll sich wohlfühlen. So können regelmäßige Saunagänger zum Beispiel länger als empfohlen in der Kabine bleiben, Neulinge werden vielleicht eher die Kabine verlassen. Achten Sie beim Saunabaden auf Ihr persönliches Wohlbefinden.

Zeit nehmen

Bringen Sie ausreichend Zeit mit. Ein vollständiges Saunabad dauert etwa zwei Stunden. Es soll entspannen, ein gehetztes "Abarbeiten" der Anwendungen wird Ihren Körper eher belasten als entspannen. Auch sollten Sie nicht hungrig oder mit vollem Magen in die Sauna gehen.

Reinigen

Reinigen Sie sich zunächst unter der Dusche und trocknen Sie sich danach gut ab, denn trockene Haut schwitzt schneller. Ein warmes Fußbad vor der Sauna fördert das Schwitzen zusätzlich.

Zeiteinteilung

In der Sauna legen Sie ihr Liegetuch unter den ganzen Körper. Der Aufenthalt sollte kurz, die Wirkung aber intensiv sein. Schwitzen Sie deshalb auf der mittleren oder oberen Bank. Acht bis 15 Minuten reichen dabei völlig. Verlassen Sie sich vor allem auf ihr Gefühl. Die letzten zwei Minuten sollten Sie sich aufsetzen, um den Kreislauf an die aufrechte Haltung zu gewöhnen.

Langsam abkühlen

Gehen Sie nicht sofort unter die Dusche oder ins Tauchbecken. Kühlen Sie sich erst an der frischen Luft ab, der Körper benötigt jetzt Sauerstoff. Erst danach mit einem Kneippschlauch abgießen oder unter der Schwallbrause abkühlen. Falls Sie das Tauchbecken benutzen, denken Sie vorher daran, den Schweiß abzuspülen.

... zum gesunden Saunieren

Warmes Fußbad

Nach der Abkühlung bewirkt ein warmes Fußbad ein wohliges Wärmegefühl. Nochmalige Kaltwasseranwendungen trainieren besonders intensiv die Blutgefäße und erhöhen die Widerstandsfähigkeit Ihres Körpers.

Ruhepause

Im Anschluss daran empfiehlt sich eine kleine Ruhepause zur Förderung der Erholung.

Nichts trinken

Während des Saunabades sollten Sie besser nichts trinken, da sonst der Effekt des Entschlackens weitgehend unterbleibt. Die Nutzung eines Solariums stört dagegen nicht die Wirkung der Sauna.

Drei Saunagänge

Weitere Saunagänge führen Sie wie den ersten durch, wobei drei Saunagänge hintereinander zum Erreichen der erstrebten gesundheitlichen Ziele ausreichen. Weitere Saunagänge führen nicht mehr zu einer Steigerung der Sauna-Wirkungen.

Danach kein Sport

Ein Saunabad dient besonders der körperlichen Erholung und psychischen Entspannung. Um die Wirkung der Sauna beizubehalten und um ungünstige Kreislaufreaktionen zu vermeiden, sollte deshalb nach der Sauna auf sportliche Betätigungen verzichtet werden. Eine Massage dagegen kann zwischen den Saunagängen oder im Anschluss an die Sauna die entspannende Wirkung noch verstärken.


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