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Medikamente Löffel-Dosierung ist zu ungenau

Viele Kinder hassen Zäpfchen. Deshalb greifen Eltern beispielsweise bei Fieber oft auf Fiebersaft zurück. Bei der Dosierung sollten sie jedoch vorsichtig sein: Ärzte warnen davor, Medikamente nach Löffelmaß zu geben - denn Löffel ist nicht gleich Löffel.

Stand: 24.06.2016

Kind bekommt Medizin mit dem Löffel | Bild: colourbox.com

So bekommen Kinder, die ein Medikament mit einem besonders großen Teelöffel erhalten, fast dreimal so viel Medizin verabreicht wie Kinder, deren Eltern einen sehr kleinen Teelöffel nutzen. Zu diesem Ergebnis kam ein Team des Alfa Institut für Biomedizinische Forschung in Athen. Das gleiche gilt für Suppenlöffel: Die Menge der Flüssigkeit reichte von 6,7 bis 13,4 Milliliter.

Suppen-Löffel im Labortest

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler 41 Teelöffel und 71 Suppenlöffel in Haushalten bei Athen verglichen. In der Augustausgabe der Zeitschrift "International Journal of Clinical Practice" (IJCPS) rieten die Ärzte dazu, flüssige Arzneien zur genauen Dosierung stets mit einer Spritze (ohne Kanüle) einzusaugen und sie erst dann mit dem Haushaltslöffel zu verabreichen.


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