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Hatschi! Gesundheit & Wohlbefinden

Frieren, niesen, Schnupfen: Sie wollen mehr über diese und andere Phänomene wissen? Dann sind Sie hier genau richtig.

Stand: 24.06.2016

Mann niest | Bild: picture-alliance/dpa

Omas Binsenweisheiten kommen auf den Prüfstand: Rieselt da wirklich Kalk im Gehirn, wenn wir im Alter vergesslicher werden? Bekommt man vom Frieren wirklich eine Erkältung? Mal sehen ...

Was passiert, wenn wir niesen?

Frage

Ha-haa-haaa-hatschi! Für ein herzhaftes Niesen braucht es nicht immer einen Heuschnupfen oder eine Erkältung. Manchmal reizt die Nase Staub, ein Geruch oder die Sonne.

Antwort

Niesen wird durch einen Reflex ausgelöst, wenn die Nasenschleimhaut gereizt ist. Feine Nerven in der Nasenschleimhaut reagieren dabei auf Staub oder andere Fremdkörper und schicken einen Impuls zum verlängerten Rückenmark. Durch das Niesen werden Fremdkörper schnell und effizient aus der Nase befördert. Zuerst atmet man tief und ruckartig ein und stößt die Luft mit bis zu 900 Stundenkilometern aus. Damit der so nach draußen beförderte Staub nicht in die Augen kommt, sorgt derselbe Reflex dafür, dass wir sie dabei automatisch zukneifen.

Was hilft wirklich gegen Mückenstiche?

Frage

Nicht nur, dass uns ihr Surren nachts den Schlaf raubt. Tagsüber quälen uns dann die fies juckenden Mückenstiche. Was tun? Zwiebel drauf? Oder doch das teure Gel aus der Apotheke? Was hilft am besten?

Antwort

Natürlich hilft auch Kühlung. Eiswürfel stoppen Schwellungen, der Juckreiz verschwindet. Doch bei Mückenstichen ist Wärme am besten: bei 45 Grad zerlegt sich das Protein, das das Jucken verursacht. Soforthilfe am Badesee gibt es auch, nämlich Spitzwegerich. Der Saft seiner Blätter lindert ebenfalls den Juckreiz.

Löst Frieren eine Erkältung aus?

Frage

Es ist kalt, zugig, und der Bus kommt nicht. Kein Wunder, dass am nächsten Morgen die Nase trieft! Aber ist es wirklich die Kälte, die uns die Erkältung einbrockt?

Antwort

Nein! Frieren allein ist nie Ursache für eine Erkältung. Es müssen immer Viren mit im Spiel sein. Polarforscher zum Beispiel erkälten sich selten - im ewigen Eis überleben nur wenige Viren. Allerdings kann Frieren, Nässe und Zugluft unter Umständen unseren Körper für eine Erkältung anfälliger machen, weil die Schleimhäute in der Nase weniger durchblutet sind. Sie sind der erste Schutzwall unserer Körpers gegen Krankheitserreger.

Warum läuft die Nase, wenn es kalt ist?

Frage

Kaum tritt man bei Kälte vor die Tür, schon rinnt die Nase. Lästigerweise hört sie damit auch nicht auf, wenn man schon wieder drinnen ist.

Antwort

Die Nase ist die Klimaanlage des Körpers. Sie versucht, die eingeatmete Luft zu erwärmen. Je kälter und trockener es draußen ist, desto mehr hat sie zu tun. Die Durchblutung wird angekurbelt, die Schleimhäute schwellen an und produzieren Schleim. Diese Reaktion verstärkt sich, wenn man in einen warmen Raum kommt. Bleibt die Außentemperatur konstant warm, stellt die Nase nach einiger Zeit das Laufen ein.

Gibt es ein Zuviel an Vitaminen?

Frage

Vitamine sind lebensnotwendig. Um genug von ihnen zu bekommen, essen wir Obst, Gemüse oder schlucken Pillen. Tun wir dabei manchmal zu viel des Guten?

Antwort

Unter Umständen ja. Wes statt natürlicher Vitamine nur Ersatzpräparate schluckt, schadet womöglich seiner Gesundheit. Eine Überdosis an Vitamin D kann zum Beispiel die Verkalkung von Herz, Lunge oder Niere fördern, zu viel Vitamin A zu Haarausfall, Hautschäden oder Kopfschmerzen führen. Deshalb: möglichst bunt und vielfältig essen und auf Pillen verzichten!

Woher kommt bei der Verkalkung eigentlich der Kalk?

Frage

Schon der Volksmund sagt, dass der Kalk Schuld ist an der Altersvergesslichkeit. Wie aber kommt er eigentlich in unser Blut? (Das Bild zeigt einen Querschnitt durch eine verkalkte Arterie)

Antwort

Zuerst lagert sich eigentlich gar kein Kalk in den Blutgefäßen ab, sondern Blutfette. An der Fettschicht bleibt dann das im Blut enthaltene Kalzium kleben: Eine Kalkschicht bildet sich, die Gefäße werden enger. Deshalb wird weniger Sauerstoff durch den Körper - und auch ins Gehirn - transportiert.

Wie sehen Babys die Welt?

Frage

Babys haben's nicht leicht: Weil sie so süß sind, werden sie ständig angestarrt. Wie aber sehen sie eigentlich selbst die Welt?

Antwort

Ihre Umgebung sehen Babys unscharf und auf dem Kopf stehend. Das Gehirn muss erst lernen, die Bilder richtig zu drehen und "scharf zu stellen". Erst mit einem halben Jahr beginnen Kinder, ihre Umwelt räumlich zu sehen. Dafür ist es wichtig, dass sie Dinge abtasten und sie in den Mund stecken. So "begreift" ihr Gehirn am besten, was das Auge sieht.

Fördern Impfungen Allergien?

Frage

FSME, Röteln, Grippe, von der Schweinegrippe ganz zu schweigen ... noch nie konnte man sich gegen so viele Krankheiten impfen lassen. Impfungen stehen allerdings auch im Verdacht, Allergien auszulösen. Zu Recht?

Antwort

Abgesehen von allergischen Reaktionen auf Impfzusatzstoffe ist kein Zusammenhang bewiesen. Es gibt aber auch kaum Langzeitstudien über Folgeschäden. Eine Studie mit afrikanischen Kindern kam zu dem Ergebnis, dass eine Masernerkrankung das Allergierisiko senkt. In der Ex-DDR hingegen litten trotz Impfpflicht deutlich weniger Menschen an Allergien als im Westen.

Warum haben Frauen häufiger Rheuma als Männer?

Frage

Rheuma befällt verschiedene Körperteile und kann in jedem Lebensalter ausbrechen. Frauen erkranken aber dreimal so häufig wie Männer. Warum eigentlich?

Anwort

Wahrscheinlich hängt das mit den Hormonen zusammen. Rheumatoide Arthritis zum Beispiel tritt meist erst nach den Wechseljahren auf. Umgekehrt setzen bei rheumakranken Frauen die Beschwerden während der Schwangerschaft aus. Bestimmte weibliche Hormone begünstigen also wahrscheinlich den Ausbruch. Direkter Auslöser ist aber meist eine Infektion, die das Immunsystem aus der Bahn wirft.


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