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Orientierung Methode wählen, Behandler finden

Der Beruf "Kinesiologe" ist nicht geschützt, die Methode wissenschaftlich nicht erwiesen. Jeder kann sich so nennen, und im Prinzip kann auch jeder ausbilden. Deshalb sollte man der Wahl eines Kinesiologen einiges beachten.

Stand: 13.11.2015

Illu: Männchen in Meditations-Pose, Steine und Strand | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Hilfreich ist sicher, den Kinesiologen nach der Methode zu fragen, mit der gearbeitet wird, nach zusätzlichen Ausbildungen und nach der konkreten Erfahrung. Auch die Kosten- und Abrechnungsmodalitäten sollte man vorab klären.

Wie man seriöse Kinesiologen findet

Das Beste ist natürlich die Empfehlung einer vertrauenswürdigen Person. Oft arbeiten Heilpraktiker, Osteopathen und Homöopathen auch mit Kinesiologen zusammen und können so wertvolle Tipps geben. Hat man gar keine Hilfestellung, kann man zunächst im Internet über die Suchmaschine der DGAK (Deutsche Gesellschaft für angewandte Kinesiologie) gehen. Die hier aufgelisteten Behandler erfüllen bestimmte Standards: Sie haben eine dreijährige Ausbildung und eine bestimmte Anzahl an Übungsstunden absolviert und sich zu regelmäßigen Fortbildungen verpflichtet.

Weitere Hinweise zur Orientierung:

  • Seriöse Kinesiologen weisen darauf hin, dass sie keinen Arzt ersetzen können und fragen insbesondere bei Gesundheitsproblemen nach ärztlichen Befunden.
  • Sie geben keine Heilversprechen ab.
  • Sie versprechen nicht, dass es mit einer bestimmten Anzahl von Sitzungen "getan" ist.
  • Sie erklären am Telefon ihre Vorgehensweise so, dass man sie verstehen kann und antworten bereitwillig auf Fragen.
  • Sie machen verbindliche Angaben zu den Kosten - die erste Sitzung ist in der Regel teurer.
  • Sie haben geeignete Zusatzausbildungen absolviert - etwa eine systemische oder therapeutische Ausbildung bei Psycho-Kinesiologen oder sie sind Heilpraktiker (für Psychotherapie).

Variable Dauer und Kosten

Eine kinesiologische Behandlung dauert in der Regel mindestens eine Stunde. Die erste Sitzung kann bis zu drei Stunden dauern, wenn sich der Behandler viel Zeit für die Anamnese nimmt. Eine Stunde kostet zwischen 50 und 100 Euro, manche Behandler schauen nicht so genau auf die Uhr, andere schon. Je tiefer es in den seelischen Bereich geht, desto schwieriger ist es, einen starren Zeitrahmen einzuhalten. Trotzdem sollte der Kinesiologe eine verbindliche Obergrenze nennen können. Die gesetzlichen Kassen zahlen nicht für Kinesiologie, bei privaten Kassen oder Zusatzversicherungen sollte man nachfragen. Es ist sinnvoll, vorab die Kostenfrage zu klären, am besten auch mit einem schriftlichen Behandlungsvertrag. Viele Kinesiologen lassen sich gleich nach der Behandlung bar bezahlen, manche schicken eine Rechnung.

Von der Symptombehandlung zur Lebensbegleitung

Wie oft man zum Kinesiologen gehen sollte, lässt sich schwer sagen. Denn bis die Selbstheilung zum gewünschten Ergebnis führt, braucht der eine mehr, der andere weniger Unterstützung. Manche Menschen sind nach wenigen Behandlungen etwa von Schmerzen oder einer Phobie befreit, manche spüren wenig Besserung, manche spüren dafür positive Veränderung in anderen Bereichen. Es kann sein, dass man zufrieden ist, wenn die Symptome verschwunden sind, es kommt aber auch häufig vor, dass man dann noch mehr in seinem Leben verbessern möchte. Dann kann die Kinesiologie eine Lebenshilfe sein, die man in größeren Abständen in Anspruch nimmt, um "ins Gleichgewicht" zu kommen. In Fällen mit großem Leidensdruck dagegen sind eher Wochen-Abstände sinnvoll. Auch hier ist es sinnvoll, gleich zu Beginn den Behandler nach seinen Erfahrungswerten zu fragen.


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