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Augenkinesiologie Besser sehen mithilfe der Kinesiologie

Die Augen-Kinesiologie stellt das Gleichgewicht im Körper wieder her und löst Blockaden. Dadurch lassen sich Sehfehler und Augenkrankheiten günstig beeinflussen.

Stand: 13.11.2015

Illu: Augenform, Steine und Strand | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Die Augenkinesiologie ist eine der vielen Richtungen in der Kinesiologie. Wie alle anderen enthält auch sie Elemente der Traditionellen Chinesischen Medizin und zielt darauf ab, seelisch-körperliche Ungleichgewichte aufzuspüren und sie aufzulösen. Der Muskeltest dient hier ebenfalls als Biofeedback-Instrument.

Die Philosophie dahinter

Menschen sind visuelle Wesen - das Sehen hat einen dementsprechend großen Einfluss auf die Wahrnehmung unserer selbst und der Realität. Aus der Sicht der Augenkinesiologen hat es einen Grund, warum ein Mensch kurzsichtig wird und ein anderer eine Hornhautverkrümmung entwickelt. Symptome, so die Annahme, beinhalten immer eine emotionale Botschaft. So kann es etwa sein, dass, wer sich ständig "verbiegen" muss, eine Hornhautverkrümmung entwickelt; und wer sich weit weg wünscht, eine Weitsichtigkeit. Neben Entkopplungsmethoden für den zugrunde liegenden emotionalen Konflikt verwendet die Augenkinesiologin auch Übungen aus dem Sehtraining, die die Behandelten täglich zuhause durchführen sollen. So wird gleichzeitig auf körperlicher und seelicher Ebene mit dem Symptom umgegangen.

"Sehen hat oft was mit Sicherheit zu tun, damit, sich zu schützen. Zum Beispiel vor Dingen, die mir zu viel sind. Deshalb werden Kinder mit zunehmendem Schulstress oft kurzsichtig: Die Augen sorgen dafür, dass die Umwelt hinter einem Nebel verschwimmt, und die Brille schafft eine Grenze zwischen den Augen und der Welt und macht alles kleiner, also weniger bedrohlich."

Marianne Wiendl, HP und Augen-Kinesiologin

Testen, aufspüren, entkoppeln

Die meisten Menschen kommen zur Augenkinesiologin, weil sie Probleme mit dem Sehen haben: Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Winkelfehlsichtigkeit und Alterssichtigkeit sind die häufigsten Themen. Damit verbunden sind etwa Kopfschmerzen, angespannte Nackenmuskulatur, Fehlhaltungen oder Ermüdungserscheindungen der Augen. Zunächst führt die Kinesiologin eine ausführliche Anamnese durch. Wichtig sind hier auch ärztliche Befunde. Zusätzlich misst die Kinesiologin selbst, wie die Augen arbeiten: etwa, ob die Zusammenarbeit gut läuft oder ob bestimmte Blickrichtungen oder Bewegungen Stress erzeugen. Dann beginnt die kinesiologische Behandlung: Erst fragt die Kinesiologin über den Muskeltest nach Belastungen, dann nach geeigneten Entkopplungsmethoden und/oder zugrunde liegenden Emotionen. Auch hier wird wie in der Psycho-Kinesiologie mit Glaubenssätzen und Farben gearbeitet. Am Ende gibt es als Hausaufgabe eine Übung, die die Festigung des neuen Gleichgewichts unterstützen soll.

"Mein Leben hat sich durch die Sitzungen bei Marianne Wiendl sehr verändert. Zunächst ging es mir um meine angespannten Augen, aber dann habe ich gemerkt, wie angespannt mein ganzes Leben ist. Hamsterrad gibt's bei mir jetzt nicht mehr. Den stressigen Beruf habe ich aufgegeben. Die Lesebrille brauche ich noch, aber viel seltener als vorher."

Gabriele Mennle, 59 Jahre

Besser sehen in allen Lebensbereichen

Die Augenkinesiologie ist interessant für alle, die ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen uns sich dabei begleiten lassen wollen; die offen für ganzheitliche Methoden sind und bereit sind, ihre Probleme auch mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Auch sollte man motiviert sein, zuhause kleine Übungen zu machen. Kinder können genau so behandelt werden wie Erwachsene.

Das sagt die Schulmedizin zur Augenkinesiologie

"Es gibt keinen Nachweis, dass spezielles Training evidente Fehlstellungen oder Augenerkrankungen beheben kann. Nicht ausgeschlossen ist natürlich, dass irgendwelche psychosomatischen Erkrankungen auch dazu führen, dass ein Patient schlechter sieht oder dass er seine schon bekannten Augenprobleme jetzt mehr wahrnimmt."

Prof. Dr. Nicole Eter, Leiterin des Augenklinikums des Uniklinikums Münster


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