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Mücken als Überträger Gelbfieber - eine Krankheit, die tödlich enden kann

Gelbfieber-Impfungen sind in einigen Ländern Pflicht, für andere werden sie empfohlen. Betroffen sind vor allem Südamerika und Afrika. Geimpft wird mit einem Lebendimpfstoff, weshalb man sich von einem Arzt beraten lassen sollte.

Stand: 24.06.2016

Gelbfiebermücken | Bild: picture-alliance/dpa

Der Gelbfieber-Virus tritt in tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas und - in geringerem Umfang - Südamerikas auf. Die Krankheit kann tödlich enden, eine Therapie gibt es nicht. Für Reisen in Gelbfiebergebiete wird deshalb eine Impfung empfohlen. Da die Impfung selbst Krankheitssymptome hervorrufen kann, darf sie nur nach eingehender Nutzenabwägung gegeben werden. Wie Malaria wird Gelbfieber durch Insektenstiche, insbesondere der Gelbfiebermücke, übertragen.

Impfung:

Für einige Länder (insbesondere solche, die eine Ausbreitung fürchten, bisher aber nicht betroffen sind) besteht Impfpflicht. Die Gelbfieber-Impfung darf nur von zugelassenen Impfeinrichtungen (z.B. Tropeninstitute) vorgenommen werden.

Gelbfieber

Verbreitung

Das Gelbfiebervirus tritt in Südamerika und Afrika auf.

Übertragung

Gelbfieber wird durch Stechmücken übertragen, die tagaktiv sind.

Inkubation

Die ersten Krankheitssymptome treten 3-6 Tagen nach der Infektion auf.

Verlauf

Die Infektion beginnt mit hohem Fieber (39-40 Grad), Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Nach 3-4 Tagen gehen die Symptome zurück. Bei 15 Prozent der Erkrankten nimmt die Krankheite einen schweren Verlauf. Symptome: erneuter Fieberanstieg und Blutungen aus verschiedenen Körperöffnungen, Organschäden sowie Störungen des Zentralen Nervensystems. 50-70 Prozent der Patienten mit schwerem Verlauf sterben.

Schutz

Schützen Sie sich vor Mückenstichen. Lange Kleidung, Insektenmittel mit ausreichend starkem Wirkstoff und Moskitonetze gehören zur Grundausstattung für Reisende in Gelbfieber-Risikogebieten.

Impfung I

Die Impfung wird für Reisende empfohlen, die in Risikogebiete fahren. Für manche Länder ist sie obligatorisch. Spätestens zehn Tage vor der Reise sollte geimpft werden. Verabreicht wird ein Lebendimpfstoff, also geringe Mengen funktionsfähiger Viren. Eine Auffrischimpfung empfiehlt die STIKO seit 2015 nicht mehr, da inzwischen mehrere Studien einen lebenslangen Impfschutz als hinreichend wahrscheinlich erscheinen lassen. Nach der Impfung sollte man sich eine Woche schonen, keinen Sport machen und nicht in die Sauna gehen.

Impfung II

Nicht geimpft werden sollte beispielsweise bei einer Hühnereiweißallergie (der Impfstoff enthält Hühnereiweiß!) und einer HIV-Infektion. Die Impfung kann auch bei Schwangeren, Babys und älteren Menschen ab 60 Jahren zu Problemen führen. Insbesondere Schwangeren wird daher generell abgeraten, in Gelbfiebergebiete zu reisen. Bei älteren Menschen sollte das Risiko einer Impfung genau abgewägt werden. Unter Umständen rät der Arzt von der Reise ab.


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