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Infekte Grippe und normale Erkältung - das sind die Symptome!

Wer hustet und schnieft, jammert oft, er habe eine Grippe. Doch eine echte Grippe ist eine schwere Erkrankung - im Gegensatz zu einer harmlosen, wenn auch lästigen Erkältung. Wodurch unterscheiden sich die Erkrankungen?

Stand: 14.03.2018

 Ein Mann hat am 20.2.2003 im niederbayerischen Straubing ein Thermometer im Mund.  | Bild: picture-alliance/dpa/Armin Weigel

Eine Grippe, auch Influenza genannt, wird durch Viren ausgelöst. Die Grippeviren sind listig und wandlungsfähig: Sie verändern sich ständig. Jedes Jahr muss daher ein neuer saisonaler Impfstoff entwickelt werden, der gegen die aktuellen Influenzaviren, die gerade im Umlauf sind, wirksam ist. Es gibt verschiedene Grippeviren. Für Menschen sind Influenza A und B die wichtigsten Infektionsrisiken; Typ C kommt beim Menschen wesentlich seltener vor. Eine echte Virusgrippe ist weit gefährlicher als eine simple Erkältung.

Einfache Infektionen

Eine Erkältung - beziehungsweise ein grippaler Infekt - ist eine einfache Infektion der oberen Atemwege. Ausgelöst werden sie durch etwa 200 verschiedene Viren, die durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen werden. Die Viren vermehren sich in den Schleimhäuten der oberen Atemwege. Nasskaltes "Schmuddelwetter" begünstigt die Verbreitung der Erkältungskrankheiten.

Richtig krank

Grippe beginnt oft schlagartig, viele fühlen sich innerhalb einer Stunde sehr krank. Meist bekommt man hohes Fieber (über 39 Grad). Die Frage, ob man noch zur Arbeit gehen kann, kommt gar nicht erst auf, weil man nur noch im Bett liegen kann. Schnupfen und starke Glieder- und Muskelschmerzen gesellen sich häufig dazu.

Lungen- und Herzmuskelentzündungen können infolge einer Grippe auftreten. Sie müssen schnell mit antiviralen Medikamenten behandelt werden, sonst kann es vor allem bei immungeschwächten Personen zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen.

Erkältung - Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Bei einem grippalen Infekt herrscht der Schnupfen vor und man fühlt sich schlapp. Typische weitere Symptome: leichteres Fieber, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Husten. Viele schleppen sich auch noch zur Arbeit, was nicht sinnvoll ist, da man so nur die Heilung verzögert und die Kollegen ansteckt. Lieber zu Hause auskurieren: viel trinken, auch Inhalationen und Nasenduschen erleichtern die Symptome. Eventuell schleimlösende Präparate einnehmen.

Abstrich beim Arzt bestimmt das Virus

Ob man nun an einer saisonalen Grippe oder an einem grippalen Infekt leidet, kann nur der Arzt feststellen. Mit Hilfe eines Rachenabstrichs können die auslösenden Viren bestimmt werden. Zur Ausheilung helfen vor allem Ruhe, bei hohem Fieber Wadenwickel oder fiebersenkende Medikamente.

Tipps gegen Ansteckung

  • Influenza-Viren sind hochansteckend und übertragen sich über Tröpfcheninfektion durch den Atem infizierter Menschen oder Kontaktinfektion über Flächen und Gegenstände. Dort halten sich Erreger mehrere Stunden. Die Erreger werden vom Infizierten bereits 24 Stunden vor dem Auftreten der ersten Symptome übertragen.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände - mit Seife. Beim Abtrocknen auf öffentlichen oder Büro-Toiletten Handtücher meiden, die von vielen benutzt werden. Lieber Toilettenpapier oder Taschentuch verwenden.
  • Influenzaviren können sich auf Oberflächen wie Türklinken, Lichtschaltern oder Telefonhörern halten. Wer kann, sollte diese im Büro regelmäßig desinfizieren.
  • Büros und Wohnräume sollten regelmäßig gut gelüftet werden, denn in überheizten Räumen halten sich die Viren besonders gut.

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