Themen - gesundheit


31

Zecken FSME: Sollte man sich impfen lassen?

Bayern gilt als Zeckenland: Nahezu der gesamte Freistaat ist nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) Risikogebiet für die durch Zecken übertragene Krankheit FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Gegen FSME kann man sich aber impfen lassen.

Stand: 25.02.2019

Impfung gegen FSME | Bild: picture-alliance/dpa

Die Impfung muss insgesamt dreimal erfolgen, damit der Schutz vollständig ist. Bis zu zwölf Monate dürfen zwischen den Impfungen im größten Notfall vergehen, ohne dass der bisher erreichte Schutz verloren sei. Empfohlen seien ein bis drei Monate Zeit zwischen den Impfungen, so das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Das PEI in Langen ist als "Bundesamt für Sera und Impfstoffe" für die Zulassung von Impfstoffen zuständig.

Schutzimpfung - sinnvoll oder nicht?

In Deutschland liegen die FSME-Risikogebiete bis auf wenige Ausnahmen im Süden, vor allem in Baden-Würtemberg und Bayern. Hier ist eine FSME-Impfung sinnvoll. Bei Kindern unter drei Jahren sollte man nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission mit dem Arzt absprechen, ob eine Impfung tatsächlich notwendig ist: Bei Kleinkindern können teilweise gravierende Nebenwirkungen auftreten, unter anderem Fieberschübe bis zu 41 Grad.

Normalerweise verläuft eine FSME-Infektion bei Kindern weit weniger schwer als bei Erwachsenen. Ältere Erwachsene ab 50 Jahren sind die Hauptrisikogruppe für FSME. Sie sollten sich impfen lassen. Insgesamt gibt es in Deutschland jährlich weit weniger FSME-Fälle als durch Zeckenbisse ausgelöste Borreliose-Erkrankungen.

Der Begriff "Zeckenimpfung" führt in die Irre

FSME ist jedoch nur eine der Krankheiten, die Zecken übertragen können: "Eine Impfung schützt nur vor der seltenen FSME-Erkrankung. Gegen die weitaus häufigere Borreliose gibt es keinen Impfschutz", sagt Susanne Stöcker, Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts. Der Begriff "Zeckenimpfung" sei daher "höchst irreführend".

Hinweis: Schutz für Vierbeiner!

Vor allem Hunde und freilaufende Katzen leiden unter Zecken. Über Zecken können sich Hunde mit gefährlichen, teils tödlichen Krankheiten infizieren - zum Beispiel mit Borreliose, Babesiose - die sogenannte Hundemalaria - und Anaplasmose. Zeckenhalsband und Permethrinpräparate, die eine Abwehrschicht auf der Haut bilden, bieten für Hund und Katze gegen Zeckenbefall einen gewissen Schutz.


31