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Naturgarten Es tummelt sich im Gartenteich

Für manch einen ist ein Garten erst mit Teich so richtig rund. Doch Vorsicht: Er braucht viel Platz - Experten raten zu mindestens fünf Quadratmetern - und ein paar andere Voraussetzungen, damit die Vielfalt sich entfalten kann.

Stand: 21.06.2016

Die wichtigste Regel im Naturteich: keine Fische. Die würden in dem kleinen Biotop unter Insekten und Amphibien großen Schaden anrichten und schon wäre es vorbei mit dem ökologischen Gleichgewicht.

Keine Angst vor Mücken

Vor einer Stechmückenplage brauchen Sie in einem Naturteich übrigens keine Angst zu haben. Zu viele Räuber halten die Mücken und ihre Larven in Schach - darunter Libellen und ihre Larven, Wasserläufer und Rückenschwimmer. Auch sonst macht sich die Tierwelt nützlich: Molche zum Beispiel fressen Nacktschneckeneier und bei Posthornschnecken und Wasserflöhen stehen Algen auf dem Speiseplan.

So sollte der Teich aussehen

Unterschiedlich tief

Für eine gesunde Artenzusammensetzung braucht es eine Zonierung in Tiefwasserbereich, Flachwasserbereich und flache Uferzone. Dazu heimische Teichpflanzen, die auch in Gewässern der näheren Umgebung vorkommen. Schön anzuschauen sind etwa Sumpfdotterblume, gelbe Schwertlilie und Trollblume für den feuchten Uferbereich, Schwanenblume und Kalmus für die Flachwasserzone und dazu Seerosenarten für die Tiefe.

Nährstoffarm

Auch Unterwasserpflanzen dürfen in einem Naturteich nicht fehlen. Feengras zum Beispiel beschattet das Wasser, hält es kühl und gibt Sauerstoff ab. All das hemmt das Algenwachstum. Die Pflanzen im flachen Bereich sind ähnlich wertvoll, sie entziehen dem Wasser Nährstoffe. Gleichzeitig bauen hier Mikroorganismen im Untergrund organische Verunreinigungen ab. Um den Teich nicht von vorneherein mit zu vielen Nährstoffen zu belasten, sollte er zwar halbschattig, aber wegen des Laubfalls nicht direkt unter Bäumen angelegt werden.

Mit frostfreier Zone

Überwinternde Tiere brauchen auch einen frostsicheren Platz im Teich. Das Wasser sollte an einer Stelle wenigstens 1,2 Meter tief sein. Ab etwa 0,8 Meter beginnt die frostfreie Tiefe. Wie groß die Überwinterungszone insgesamt sein muss, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Denn der Sauerstoffgehalt ist vom Volumen des frostfreien Bereiches ebenso abhängig wie vom Anteil des Faulschlamms am Teichgrund. In einem zwar genügend tiefen, aber ungepflegten Teich würden die Tiere zwar nicht erfrieren aber ersticken.

Die Minilösung

Wem der nötige Platz für einen richtigen Teich fehlt, wer aber trotzdem gerne Wasser im Garten oder auf der Terrasse haben möchte, kann auch in einem einfachen Holzfass einen Miniaturwassergarten gestalten. Solche Holzfässer sind für jede Wassertiefe im Gartencenter erhältlich. Bepflanzt mit genügsamen Wasserpflanzen wie Seerosen, Sumpfdotterblumen oder Zwergrohrkolben, wird auch daraus ein kleines Feuchtbiotop in nächster Nähe. Diesmal natürlich ohne Frösche.

Und noch etwas: Wenn Kleinkinder den Garten nutzen, müssen Sie den Teich unbedingt sichern. Durch einen Zaun etwa, oder ein grobmaschiges, stabiles Gitter über dem Teich.


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