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Einkauftipps Augen auf beim Kauf

Die Spielzeugtests der vergangenen Jahre zeigen, dass sowohl Billig- wie auch Markenspielzeug Schadstoffe enthält. Am häufigsten wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gefunden, die krebserregend wirken können. Worauf Sie achten sollten.

Stand: 05.12.2016

Grüne Dino-Figur unter der Lupe | Bild: picture-alliance/dpa

Aktueller Test

Hier finden Sie den aktuellen Spielzeugtest der Stiftung Warentest:

Im Test der Stiftung Warentest schnitten nur 8 von 30 Stofftieren gut ab. Die Tester fanden Duftstoffe, Formaldehyd, NPE (Nonylphenolethoxylate), PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und Phthalate (Weichmacher). In den Tests der vergangenen fünf Jahre fiel von insgesamt 150 Spielzeugen (Plüschtiere, Puppen, Holz- und Plastikspielsachen) jedes zehnte durch. Nach dem Vermerk "Made in China" oder "Made in Germany" kann man sich nicht richten, wie die Tests zeigen. Aus beiden Ländern kamen sowohl gute wie schlechte Produkte.

Wie sollte man beim Einkauf vorgehen?

Lassen Sie verdächtig günstige Produkte besser im Regal liegen. Sie sind meist aus minderwertigen Rohstoffen hergestellt und schlampig verarbeitet. Aber auch bei Markenware ist man nicht automatisch auf der sicheren Seite. Überprüfen Sie Spielzeug vor dem Kauf mit allen Sinnen. Blättert die Farbe ab? Färbt es auf Ihre Finger ab, wenn Sie daran reiben? Dann taugt das Spielzeug nichts.

Riechen Sie außerdem daran. Ein künstlicher oder chemischer Geruch kann auf gesundheitsschädliche Stoffe hinweisen und sollte nicht gekauft werden. Waschen Sie Plüschtiere vor dem ersten Gebrauch und auch danach immer mal wieder, um Schadstoffe zu beseitigen. Achten Sie beim Kauf deshalb auf Waschmaschinentauglichkeit. Eine PAK-Belastung lässt sich allerdings nicht wegwaschen.

Kleinteile und Verarbeitung prüfen

Schadstoffe sind nicht die einzige Gefahrenquelle. Drehen und wenden Sie das Spielzeug. Ziehen Sie an allen Teilen. Ist alles fest und stabil? Sind die Nähte gut verarbeitet? Denn gerade für Kleinkinder, die noch alles in den Mund stecken, bedeuten verschluckbare Kleinteile Erstickungsgefahr.

Plastikspielzeug - PVC besser nicht!

In PVC können sich Blei und andere gefährliche Zusatzstoffe verstecken. Greifen Sie besser bei anderen Kunststoffen zu, wie zum Beispiel Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) oder Acetyl-Butyl-Styrol (ABS). Fehlt die Angabe auf dem Produkt, handelt es sich meist um PVC.

Checkliste für den Spielzeug-Kauf:

  • Ist das Spielzeug robust?
  • Gibt es ablösbare Kleinteile, die verschluckt werden könnten?
  • Sind die Nähte gut verarbeitet?
  • Prüfen Sie Spielsachen auf scharfe Ecken und Kanten - Verletzungsgefahr!
  • Aufklappbare, verschiebbare Teile: Kann sich das Kind einklemmen?
  • Kleinteile im Inneren: Sicher verschlossen?
  • Achten Sie auf nicht-entflammbare Materialien.
  • Farben und Lacke: Farbsicher? Speichelecht? Schweißecht?
  • Lieber kein Spielzeug mit Klein-Batterien (Knopfbatterien) kaufen.
  • Magnete in Spielzeug dürfen auf keinen Fall herauslösbar sein. Bei Verschlucken besteht Lebensgefahr!
  • Für Kinder unter 3 Jahren nichts kaufen, was kleiner als ein Tischtennisball ist.
  • Keine Spielsachen mit Netzgerät für Kinder unter 5 Jahren. Nach dem Kauf die Gebrauchsanweisung genau lesen.
  • Sind Stoffe oder Plüschtiere waschbar?

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