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Böller & Raketen Haustiere im Silvester-Stress

An Weihnachten schlagen Gänsebraten und Plätzchen auf den Magen, zu Silvester bringen Böller die Ohren zum Klingeln. Da muss er ja auf den Hund kommen, der Hund - und andere tierische Mitbewohner. Kaum eine Jahreszeit ist so anstrengend für Haustiere wie die Feiertage zum Jahresende.

Stand: 10.12.2015

Silvester | Bild: picture-alliance/dpa

Haustiere wie Hunde und Katzen hören sehr gut - viel besser als Menschen. Wegen ihres sensiblen Gehörs können Kanonenschläge und schrille Heuler durchaus körperliche Schmerzen bei Ihnen hervorrufen.

Auf die Silvesterknallerei reagieren viele Tiere daher panisch, auch aufgrund des sich entwickelnden Brandgeruchs, den Tiere ebenfalls sehr viel intensiver wahrnehmen als Menschen. Kleintiere wie Wellensittiche oder Hamster, die über einen schnellen Herzschlag verfügen, können sich sogar buchstäblich zu Tode erschrecken.

Helfen Sie Ihren tierischen Mitbewohnern über die lauten Tage, damit sie keinen bleibenden Schaden nehmen. Denken Sie auch an andere Tiere: Keine Böllerei in der Nähe von Ställen, Tierheimen und Zoos.

Tipp: Was tun, wenn's knallt?

  • Bei Vögeln oder Kleintieren: Käfig abdecken, möglichst weit von Fenstern in einem möglichst ruhigen Raum aufstellen.
  • Fenster geschlossen halten.
  • Rollläden herunterlassen / Vorhänge vorziehen, das bietet Schutz vor grellen Lichteffekten.
  • Auch für größere Tiere wie Hund oder Katze Rückzugsmöglichkeiten schaffen, zum Beispiel ein abgedunkeltes, ruhig gelegenes Zimmer oder ein passender Kellerraum.
  • Tiere nicht allein lassen.
  • Beruhigungsmittel nur im absoluten Ausnahmefall und in Absprache mit dem Tierarzt verabreichen. Sehr schreckhaften Tieren kann der Tierarzt zur Beruhigung Aminosäurepräparate verschreiben. Sie müssen allerdings schon drei bis vier Tage im Voraus gegeben werden.
  • Gehen Sie möglichst wenig auf das ängstliche Verhalten ihres Tieres ein, um ihm Sicherheit zu signalisieren.
  • Sie können den Fernseher einschalten oder moderate Musik abspielen, das sorgt für eine gewohnte Geräuschkulisse, die beruhigt.
  • Wenn die Böller krachen, sollten die Tiere im Haus bleiben. Fangen Sie Katzen rechtzeitig vor dem Silvester-Finale wieder ein.
  • Hunde bereits vor Silvester in bewohnten Gebieten nur an der Leine führen, damit sie sich nicht durch verfrühte Kracher erschrecken und davonlaufen. Tiere auch nach der Silvesternacht angeleint ausführen, damit sie nicht in Scherben oder gefährliche Blindgänger laufen. Darauf achten, dass Leine und Halsband fest genug sitzen. Spaziergänge während der kritischen Tage auf das notwendige Minimum beschränken.
  • Zünden Sie kein Feuerwerk am Waldrand, in der Nähe von Ställen, Tierheimen und Zoos.
  • Sollten Sie zu Silvester bleigießen, dann lassen Sie das verunreinigte Wasser nicht stehen. Es ist giftig für Haustiere.
  • Zum Schluss noch die Deluxe-Variante: Wer als Städter entsprechende Möglichkeiten hat, sollte in Erwägung ziehen, die Feiertage in einem ruhigen Landstrich zu verbringen.

Haustiere nicht selbst verarzten

Eine mögliche Alternative: Die Tiere gehen für kurze Zeit in ein "Hotel".

Sollte Ihrem Haustier trotz aller Vorsicht doch etwas zustoßen, versuchen Sie sich nicht selbst als "Tierdoktor". Benachrichtigen Sie möglichst schnell einen Tierarzt oder wenden sich an den tierärztlichen Notdienst. Schenken Sie Ihren vierbeinigen Familienmitgliedern zwischen den Jahren viel Aufmerksamkeit, damit die Feiertage für Hund und Katz' nicht allzu stressig ausfallen.

Link: Tierärztlicher Notdienst

Den nächsten tierärztlichen Notdienst finden Sie im Internet:


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