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Pilze sammeln Auch im Winter lohnt das Suchen

Für viele Schwammerlsucher endet die Pilzsaison im späten Herbst. Denn die bekanntesten Speisepilze bilden ihre Fruchtkörper von Juli bis Oktober. Aber auch im Winter kann man auf der Suche nach essbaren Pilzen noch fündig werden.

Stand: 10.10.2016

Samtfußrübling | Bild: Thomas Oberhofer

Der Winterpilz, Gemeiner Samtfußrübling heißt er offiziell, macht seinem Namen alle Ehre. Er ist von November bis März an Baumstümpfen, Stämmen und Ästen von Laubholz zu finden, besonders an Weiden oder Pappeln. Mit seinem ein bis fünf Zentimeter breiten, honiggelben und klebrigen Hut ist dieser Lamellenpilz während der Wintermonate fast unverwechselbar. Als ausgezeichneter Speisepilz wird er bei Kennern geschätzt.

Speisepilze nach dem Frost

Der Austernseitling braucht Frost, um Fruchtkörper auszubilden. Hier ein Zuchtexemplar.

Angewiesen auf Frost ist der Austernseitling. Er benötigt die Minusgrade, um Fruchtkörper bilden zu können. Seinen Namen hat ihm sein büscheliges Wachstum eingebracht, das an Austernbänke erinnert. Der Austernseitling wächst an lebenden und toten Laubholzstämmen, vor allem an Rotbuche, Pappel und Weide, wird heute aber auch oft als Kulturpilz in Supermärkten angeboten. Ebenfalls erst nach den ersten Nachtfrösten erscheint der Frostschneckling - ein schmieriger Geselle mit dunkel olivbraunem bis zu sechs Zentimeter breitem Hut. Er ist ein Bewohner sandiger Kiefernwälder und ebenfalls ein guter Speisepilz.

Beliebt in der chinesischen Küche

Das Judasohr - von mildem Geschmack

Zugegebenermaßen erst beim zweiten Blick zum Anbeißen lädt das Judasohr aus der Gattung der Ohrlappenpilze ein. Seine rotbräunlichen und im Alter etwas zähen Fruchtkörper haben beinahe die Form einer Ohrmuschel. Sie sind das ganze Jahr über an lebenden und abgestorbenen Laubhölzern, besonders häufig an Holunder zu finden. Aufgetaut sehen sie ihren fernöstlichen und aus der chinesischen Küche bekannten Verwandten ähnlich, den Mu Err Pilzen.

Eine Regel gilt aber auch bei Winterpilzen: Obwohl bei ihnen die Verwechslungsgefahr nicht so groß ist wie bei ihren herbstlichen Kollegen, sollte man als Laie vor dem Verspeisen ein Bestimmungsbuch oder einen Fachmann zu Rate ziehen.


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