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Pilze sammeln Keine Spuren hinterlassen

In den Korb dürfen nur die essbaren Pilze, die man gut kennt. Das ist die eine goldene Regel beim Schwammerl suchen. Eine andere: Giftige Pilze werden nicht etwa zerstört, denn ökologisch sind sie durchaus wertvoll.

Von: Andreas Fruth

Stand: 11.07.2012

Pfifferlinge liegen auf einer Wiese. | Bild: picture-alliance/dpa

Nur Pilze, die man genau kennt, dürfen in den Sammelkorb. Wer sich nicht an diese Grundregel beim Pilzesammeln hält, riskiert schwere Vergiftungen bis hin zum Tod. "Wenn man sich unsicher ist, ob ein Pilz essbar ist, soll man auf jeden Fall ausgebildete Experten konsultieren - zum Beispiel in einer Pilzberatungsstelle", rät der Münchner Pilzexperte Edmund Garnweidner. Dabei sollten solche, die man nicht zweifelsfrei bestimmen kann, nicht zu den übrigen gesammelten Pilzen, um einen versehentlichen Verzehr zu vermeiden. Am besten lässt man sie aber im Wald stehen - ohne sie einfach umzutreten.

Die Ernte wird immer spärlicher

Pilze werden seltener. Unter anderem der Autoverkehr wird dafür verantwortlich gemacht.

Mykologen verzeichnen seit einigen Jahren, dass viele heimische Pilze immer seltener werden. Dafür werden unter anderem überhöhte Stickstoffeinträge durch Verkehr und Landwirtschaft verantwortlich gemacht, die das Gleichgewicht im Boden durcheinander bringen. Wer für den eigenen Bedarf Pilze sammelt und ein paar Regeln einhält, braucht aber kein schlechtes Gewissen zu haben.

Achtung vor der Natur

Dabei kommt es weniger darauf an, ob man die Fruchtkörper mit einem Messer abschneidet oder herausdreht - beides ist nach Meinung von Fachleuten erlaubt. Aus dem Boden reißen sollte man sie dagegen nicht, um kein Myzel zu schädigen. Überalterte und madige Pilze lässt man am besten stehen. Sie können noch große Mengen an Sporen abgeben und sind Nahrung vieler Tiere. Achtung haben sollte man auch vor ungenießbaren und giftigen Pilzen. Sie erfüllen wichtige Aufgaben in der Natur.


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