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Nikolausbräuche Nüsse - Himmelsgabe für die Armen

Nüsse gehören seit Urzeiten zu den Nikolausgaben. Alle Jahre wieder zieht der Heilige umher, um Gutes zu tun. Und ganz besonders bedenkt der Nikolaus traditionell diejenigen, die arm oder in Not geraten sind.

Stand: 31.10.2018 | Archiv

Obst, Nüsse, Kekse, Zimt | Bild: colourbox.com

Der Nikolaus soll zwischen 280 in Griechenland geboren und an einem 6. Dezember zwischen 345 und 351 in der heutigen Türkei gestorben sein. Eindeutig nachweisen lässt sich das aber nicht. Kirchenhistoriker gehen davon aus, dass die Kultfigur aus zwei historischen Persönlichkeiten zusammengedichtet wurde: dem Bischof von Myra und dem Bischof von Pinara, der rund 200 Jahre später lebte. Die Legende, die dabei herauskam besagt, dass Nikolaus Wunder vollbracht und besonders wohltätig gegen Kinder gewesen sein soll, weshalb sie bis heute an seinem Todestag Geschenke bekommen.

Nikolausgaben: Obst, Nüsse - und Schokolade

Nicht hundertprozentig historisch, aber beeindruckend lebendig: der Nikolaus

Nüsse gehören seit jeher zu den Gaben des heiligen Nikolaus. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch äußerst nahrhaft. Eine gewisse Symbolik steckt natürlich auch dahinter: Die Nüsse sind ein kostbares Geschenk des Sommers, das die Menschen den harten Winter über bei Kräften halten soll. So wie Äpfel, die ebenfalls traditionell zu den Nikolausgaben gehören. Die Schokolade kam dann erst später dazu.

Nüsse bringen Nachwuchs

So wie sich der Stiefel mit Nüssen füllt, soll sich das Haus mit Kindern füllen.

Um Nüsse ranken sich noch mehr Mythen: Bis heute gelten sie als Fruchtbarkeitssymbol. Gibt es im Herbst viele Haselnüsse, werden im darauf folgenden Jahr viele Kinder geboren, besagt eine Bauernregel. Die Tatsache, dass sich am Nikolausabend von Kindern vor die Tür gestellte Stiefel über Nacht mit Nüssen (und Süßigkeiten) füllen, wird gerne als Metapher für die Empfängnis interpretiert.

Haselnussstrauch gegen da Böse

Nach altem Glauben bringt er Kinder, aber inzwischen leider auch Allergien: der Haselnussstrauch

Schon immer waren Haselnuss und Haselbnussstrauch für den Menschen wichtig. Es heißt, der Haselnussstrauch sei eine der ersten Pflanzen, die nach der letzten Eiszeit wieder gewachsen sind. Sie habe den Menschen ernährt und Böses von ihm fern gehalten. Deshalb gehörte früher in den Garten jedes Bauernhofes ein Haselnussstrauch.


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