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Altes Heilwissen Schon die Römer kannten ihn als Medizin

Im alten Rom wurde Spargel als Heilmittel zur Herzstärkung und Blutreinigung verordnet. Auch als Mittel gegen Hüftleiden und Zahnweh fand er Verwendung - und als Aphrodisiakum ...

Stand: 17.03.2014

Spargel | Bild: picture-alliance/dpa

Ob weiß oder violett - Spargel ist immer ein Volltreffer: auch gesundheitlich. Das war auch schon den alten Chinesen klar. Sie behandelten mit Spargel Husten, Hauterkrankungen und Harnverhalten. Echnaton, Pharao in Ägypten, und seine Gemahlin Nofretete ernannten ihn deshalb vor 5.000 Jahren zur Götterspeise. Auch in römischen Vorratskammern - wie in Pompeji - durfte Spargel nicht fehlen: vor allem zur Herzstärkung. Kreuzritter führten die Heilpflanze im 13. Jahrhundert nach Mitteleuropa ein - doch es sollte noch 400 Jahre dauern, bis Spargel als delikates Gemüse seinen Platz auf der fürstlichen Tafel fand.

Spargel aus der Apotheke

Auch im 19. Jahrhundert wurde er besonders wegen seiner gesundheitlichen Wirkung geschätzt. Vor allem die Wurzel wurde für Tees und Tinkturen verwendet. Spargel war im amtlichen Arzneibuch vermerkt, musste also in Apotheken vorrätig sein. Spargeltabletten gibt es übrigens heute noch.

Was ist alles drin in den leckeren Stangen?

Spargel enthält zum Beispiel die Vitamine C und E, und die Vorstufe des Vitamin A, das Betakarotin. Sie fangen aggressive zellschädigende Moleküle ein und sollen dadurch die Abwehrkräfte stärken. Außerdem enthält Spargel viel Eisen, Magnesium, Kalium, Kalzium und Kupfer sowie bioaktive Substanzen wie die sogenannten Saponine, denen eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben wird.

Leiden lindern durch Spargelgenuss

Vor allem bei Problemen mit Blase oder Nieren empfehlen Ärzte den Spargel, denn seine Asparaginsäure wirkt stark harntreibend. Nierenkranke sollten aber nicht übermäßig viel Spargel essen, da die Asparaginsäure die Niere überfordern könnte.

Nerven-Beruhigung mit Spargel

Der Vitamin-B-Komplex unterstützt das Nervensystem und hilft gegen Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Und er bringt den Stoffwechsel in Schwung. Und Folsäure hilft gegen Fehlbildungen beim Ungeborenen.

Lustvoller Spaß mit Spargel

Seit Jahrhunderten gilt Spargel übrigens auch als Aphrodisiakum. Denn er enthält Spurenelemente wie Zink und Molybdän, die beide für das Funktionieren des Sexuallebens mitverantwortlich sind. Zink soll außerdem das Immunsystem stärken. Und Molybdän ist wichtig für den Säuren-Basen-Haushalt des Körpers.


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