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Gut gelagert Die richtige Aufbewahrung von Fleisch

Beim Kauf von Fleisch sollte besonders auf die Frische geachtet werden. Doch auch im Kühlschrank oder der Gefriertruhe gilt es, einiges zu beachten.

Stand: 30.09.2015

geräucherter Schinken, der von einer Decke hängt | Bild: picture-alliance/dpa

Tipp 1: Möglichst kurzer und gekühlter Transport

  • Kaufen Sie das Fleisch erst am Ende ihres Einkaufs.
  • Transportieren Sie das Fleisch - gut verpackt - nach dem Einkauf am besten in einer Kühltasche, da Fleisch nicht länger als 20 Minuten ungekühlt aufbewahrt werden sollte.
  • Damit die Kühlkette nicht lange unterbrochen wird und es frisch bleibt, sollte das Fleisch so schnell wie möglich nach Hause in den Kühlschrank.
  • Nach dem Transport sollte das Fleisch dann gleich ausgepackt und ggf. mit einem Küchenpapier trocken getupft werden.

Tipp 2: Gut eingepackt an der kühlsten Stelle aufbewahren

Fleisch am Besten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach aufbewahren

Geben Sie das Fleisch in einen gut verschließbaren Behälter (lebensmittelgeeignete Kunststoffbehälter oder Glas, ungünstig sind Holzbretter, da sie dem Fleisch den Saft entziehen) und legen Sie diesen im Kühlschrank auf die Glasplatte über dem Gemüsefach, die mit ca. 2 Grad der kühlste Bereich im Kühlschrank ist.

Wichtig:

Lagern Sie Fleisch niemals offen und in der Gemüseschublade auf. Denn hier ist es zu warm und die Mikroben, die Fleisch angreifen, können sich vermehren. Außerdem herrscht hier eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 50 Prozent, was Fleisch besonders schnell verderben lässt.

Vakuumverpacktes Rindfleisch

Ist das Fleisch vakuumverpackt, so ist es länger (siehe Haltbarkeitsdatum) haltbar. Achten Sie beim Kauf allerdings darauf, dass sich keine Luft in der Verpackung befindet. Denn wenn Luft vorhanden ist, können sich Fäulnisbakterien gut vermehren und verderben das Fleisch.

Haltbarkeit

  • Bei null bis vier Grad hält sich Rindfleisch drei bis vier Tage, Kalb- und Schweinefleisch sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen zubereitet werden.
  • Ist das Fleisch am Stück, so können Sie es im Kühlschrank maximal bis zu einer Woche aufbewahren.
  • Je mehr ein Fleisch aufgeschnitten ist, desto größer wird auch die Angriffsfläche für Mikroorganismen, und damit verkürzt sich auch die Haltbarkeit.
  • Hackfleisch sollte auch im Kühlschrank nur maximal acht Stunden aufbewahrt und schnell verarbeitet werden.
  • Fleischpflanzerl, die bereits gebraten sind, können richtig verpackt (z. B. in Frischhaltefolie) zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Also lieber gleich die Fleischpflanzerl braten und ab in den Kühlschrank. Der bei der Lagerung austretende Saft sollte bei der Zubereitung des Fleisches nicht verwendet werden!

In Sachen Wurst

Brühwurst, Kochwurst und Rohwurst sollten stets separat voneinander aufbewahrt werden, da es sonst zu einer Beeinflussung des individuellen Wurstgeschmacks kommt.

Tipp 3: Mit möglichst wenig Lufteinschluss schockeinfrieren

Zur längeren Aufbewahrung sollte das Fleisch eingefroren werden. Hierzu ist allerdings wichtig, dass das Fleisch auch richtig verpackt ist:

  • Achten Sie beim Verpacken darauf, dass möglichst keine Luft eindringt und das Material eng am Fleisch anliegt.
  • Als Umhüllungsmaterial eignen sich besonders Gefrierbeutel. Mithilfe von Folienschweißgeräten lässt sich das Fleisch maßgeschneidert in den Beutel packen. Oftmals saugen diese Geräte gleichzeitig auch überschüssige Luft aus dem Beutel.
  • Legen Sie zwischen einzelne Fleischscheiben wie z. B. Schnitzel eine Frischhaltefolie, da sie beim Einfrieren sonst zusammenkleben.

Haltbarkeit im Gefrierschrank:

Fettgehalt

Je größer der Fettgehalt im Fleisch ist, desto kürzer kann es gelagert werden bzw. je magerer das Fleisch ist, desto länger ist es haltbar.

Datumsnotiz

Schreiben Sie das Datum, an dem Sie das Fleisch eingefroren haben, auf die Packung!

Saftigkeit

Damit das Fleisch nach dem Einfrieren schön saftig bleibt, frieren Sie es möglichst schnell ein (in kleineren Einheiten) und lassen Sie es dann im Kühlschrank in einer Schale mit kleinem Abtropfgitter langsam auftauen. So kann die Gefrierflüssigkeit abtropfen, in der die für uns schädlichen Mikroorganismen sind.

Tiefkühlschlaf

Zwar befindet sich das Fleisch sozusagen im "Tiefkühlschlaf", die enzymatischen und physikalischen Prozesse laufen jedoch (wenn auch äußerst verlangsamt) weiter.

Haltbarkeitsdauer

Tiefkühl-Haltbarkeit in Monaten:
Schweinebraten: 4-5 Monate, Schweinefilet: 6 Monate, Rindfleisch: 8-12 Monate, Ente, Gans: 4-5 Monate, Hähnchen, Pute: 8 Monate


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