Kultur - Gesellschaft


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"Battle of the Sexes" Battle of Critics

Unsere Autoren Joana Ortmann und Roderich Fabian waren im Kino. "Battle of the Sexes" erzählt den Sexismus der 70er rund um ein legendäres Tennis-Match. Gelingt dem Film die Gesellschaftskritik? Oder reproduziert er Klischees? Ein Schlagabtausch:

Stand: 23.11.2017

Battle Of The Sexes – Battle Of Critics

Er sagt:

"Es ist erfrischend, wenn das Thema Feminismus mal wieder als Komödie verhandelt wird, ohne den Feminismus dabei zu diskreditieren."

 

Sie sagt:

"Leider wird dabei der reale Sexismus im Profi-Sport verharmlost. Stattdessen witzeln Altherren-Clubs ermüdend lang über 'Frauen in kurzen Röcken'."

 

Er sagt:

"Die Hauptdarsteller Emma Stone (Billie Jean King) und Steve Carrell (Bobby Riggs) schaffen es, ihre Figuren authentisch und plastisch wirken zu lassen."

 

Sie sagt:

"Warum erfahren wir dann über die Tennis-Queen und Frauenkämpferin Billie Jean King nicht viel mehr, außer dass sie hart trainiert und ihre Friseurin liebt?"

 

Er sagt:

"Dem Film gelingt es, eine historische Begebenheit (deren Ausgang man kennt) trotzdem unterhaltsam zu erzählen."

 

Sie sagt:

"Aber so 'feministisch', wie er verkauft wird, ist er überhaupt nicht – da reicht‘s ja nicht, dass ab und an ein Büschel Achselhaare aufblitzt."

 


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