Kultur - Die 68er

Ein Aufbruch und seine Folgen

Die '68er Ein Aufbruch und seine Folgen

Stand: 25.04.2018

Die '68er: Das waren Rudi Dutschke und Herbert Marcuse, Rainer Langhans und Uschi Obermaier, Kinderläden und Weiberräte, Vietnamproteste und Studentenrevolten. 50 Jahre später fragt der BR nach: Was ist geblieben von 1968?

1968 - Das Jahr der Widersprüche

Die einen haben es sich gerade in der Wohlstandsrepublik gemütlich gemacht, die anderen wollen sie einreißen. Während Heintje mit "Heidschi Bumbeidschi" für Seelenruhe sorgt, schlagen die anderen Krach, von den Stones bis Amon Düül.

Während Sex zwischen homosexuellen Männern noch strafbar ist, reiben sich die Kommunen bei Experimenten mit der freien Liebe auf. Während die gerade lieb gewonnene US-amerikanische Schutzmacht Bomben in Vietnam abwirft, demonstrieren Pazifisten gegen den "imperialistischen Krieg". Die Studenten mit ihrem wortgewaltigen Rudi Dutschke rütteln an den Fundamenten ihrer Universitäten und verlangen von ihren Professoren Rechenschaft über ihre Zeit während des Nationalsozialismus.

Im Kampf gegen die Notstandsgesetze ist sich eine breite Protestbewegung einig. Als die Gesetze schließlich doch verabschiedet werden, zerspringt der Protest in schier zahllose Einzelbewegungen: von der Neuen Frauenbewegung über pädagogische Reformen und gesetzliche Liberalisierungen bis hin zu kriminellen Untergrundbewegungen wie der RAF.

Hat 1968 die Welt verändert? Oder wenigstens Bayern?

'68 in der Kultur

Ein Student verdeutlicht 2003 auf einer Demonstration gegen die geplanten Kürzungen der Hochschulbudgets vor dem Landtag von SachsenAnhalt in Magdeburg mit entblößtem Hinterteil drastisch seine Meinung. | Bild: picture-alliance/dpa zum Video mit Informationen Historischer Rückblick Studentenproteste - Wartburg, Spontis, Generation Z

Wenn Studenten protestieren, geht's gern progressiv zu. Doch Studentenproteste haben Tradition. Wir zeigen die wichtigsten Protestbewegungen: von den Burschenschaftlern, über "68" bis zum Bildungsstreik. [mehr]

Bist du Beatles oder Stones? - das war die entscheidende Frage. Atze, Henne, Henny, Lutze und Wolle sahen aus wie die Beatles und fühlten sich wie die Stones - zumindest manchmal. Fünf Berliner Jungs, denen die Welt zu Füßen lag. Vom Glück beschienene Wirtschaftswunderkinder: Frieden, Freiheit, Fußball. Kindertage in den Nachkriegsjahren - und Jugendzeit in den wilden 60ern. Alles war neu, die Musik, das Land - und das erste Auto der Eltern. Freunde sind sie geblieben, auch als es einige später nach München zog. Heute sind sie Buddies im Ruhestand. Im Bild: die Neuköllner Jungs im Urlaub in Saint Tropez. | Bild: BR/MGS Filmproduktion/rbb/Wolfgang Ettlich zum Artikel DoX – Der Dokumentarfilm im BR Bist Du Beatles oder Stones?

"Bist du Beatles oder Stones?" – das war '68 eine entscheidende Frage. Atze, Henne, Henny, Lutze und Wolle sahen aus wie die Beatles und fühlten sich wie die Stones – zumindest manchmal. Fünf Freunde aus Neukölln: ein Generationenbild von Wolfgang Ettlich. [mehr]

'68 auf der Strasse

Rennende Demonstranten bei einer Demo gegen den Vietnam-Krieg 1969 in Frankfurt am Main | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio 1968 Das Ausnahmejahr

"1968" hat einer ganzen Generation ein Etikett verpasst, das sie nie wieder losgeworden ist: Die "68er" gelten bis heute als Generation der Revolte, des Aufbegehrens gegen den Muff der Nachkriegsjahre. [mehr]

Rudi Dutschke | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio mit Informationen Rudi Dutschke Revisited Provokateur, Gewaltverächter, Ikone - wer war Rudi Dutschke?

Rudi Dutschke war eine Medienfigur, Ikone der deutschen Nachkriegsgeschichte, Stimme und Gesicht der deutschen 68er-Bewegung. Oder? Ulrich Chaussy wirft Schlaglichter auf Dutschkes Persönlichkeit und seine diversen Identitäten. [mehr]