Telekolleg - Sozialkunde


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Gemeinsam stark Bürgerengagement

Auch außerhalb der Arbeitswelt gibt es viele Interessenverbände. Bürger organisieren sich, um ihre Interessen im sozialen, kulturellen oder ideellen Bereich zu vertreten. Viele Bürger engagieren sich in einem Ehrenamt - freiwillig, unentgeltlich und ohne auf wirtschaftlichen Gewinn abzuzielen. Wie sehen Ehrenämter aus und was bringen sie?

Stand: 07.11.2012

Streetlife-Festival auf der Leopoldstraße in München | Bild: picture-alliance/dpa

Engagement, aber gleichzeitig Pragmatismus: Diese Haltung ist typisch für die Jugendlichen im neuen Millennium. Parteigebundenes Engagement nimmt deutlich ab, unabhängiges Engagement liegt im Trend.

Im Trend: Raum fürs Leben schaffen

Engagiert auf dem Streetlife-Festival im München

Immer mehr Städte im In- und Ausland gewähren den Bürgern öffentlichen Raum für das Leben, sogar ohne den üblichen Straßenverkehr. In München werden bei der Blade Night jede Woche einen Abend lang Straßen gesperrt für die Rollschuhfahrer, und beim Streetlife-Festival verwandelt sich zwei Mal im Jahr ein Wochenende lang die Münchner Leopoldstraße in eine autofreie Flaniermeile. Das Motto: "Belebe die Straße!"

Moderne Formen eines Gemeinschaftslebens

Dabei geht es nicht nur um "Brot und Spiele" für die Spaßgesellschaft. Es geht um moderne Formen eines Gemeinschaftslebens und um Denkanstöße für ein neues Umweltbewusstsein. Deshalb mangelt es auch nicht an ehrenamtlichen Helfern.

Die Rolle von NGOs

Entwicklungen fördern oder Protest artikulieren - beides ist Bürgerengagement. Ein Interessenverband, der als Nicht-Regierungsorganisation (NGO) für den Umweltschutz weltweit von sich Reden macht, ist Greenpeace. NGOs ergreifen das Wort in den verschiedensten gesellschaftlichen Belangen und tragen zur Meinungsbildung in der Gesellschaft bei. Ob im Kampf gegen die Abholzung der Regenwälder oder bei der Verteidigung des Lebensraumes Meer - NGOs machen auf die Zusammenhänge von Wirtschaft, Dritte-Welt-Politik und Umweltschutz aufmerksam und scheuen keine Konfrontation. Sie sind zu einem ernst zu nehmenden Gegenüber der Vertreter von Staat und Wirtschaft geworden und sie motivieren auch den einzelnen Bürger, genauer "hinzuschauen" und sich zu engagieren.

Was sind NGOs?

NGO bedeutet Non-Governmental Organization, also Nicht-Regierungsorganisation. NGOs wollen etwas bewegen, etwas verändern - vor allem auf ehrenamtlicher Basis.

Testen Sie Ihr Wissen!

Plakat: "Wehrt euch!" | Bild: BR zum Quiz Telekolleg Sozialkunde Quiz: Bürgergesellschaft

Was wissen Sie zum Begriff "Bürgergesellschaft"? Was ist ein Interessenverband, was eine Bürgerinitiative? Hier können Sie Ihr Wissen testen. [mehr]


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