Telekolleg - Psychologie


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Denken und Problemlösen Bildgebende Verfahren

Stand: 02.11.2016 | Archiv

Computertomogramm vom Gehirn | Bild: Getty Images

Lange Zeit konnte man Denkprozesse nur durch Problemlöse-Aufgaben untersuchen und dabei die Zeit oder die Anzahl von Durchgängen registrieren, die die Versuchspersonen zu ihrer Bewältigung benötigten. Inzwischen ist es allerdings dank bildgebender Verfahren möglich, dem Gehirn direkt bei der Arbeit zuzuschauen.

Mittels dieser Verfahren lässt sich mit beachtlich hoher Genauigkeit feststellen, welche Teile des Gehirns bei welchen Aufgaben besonders aktiv sind. Man muss sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Betrachtung der Gehirnaktivität nur dann sinnvoll zu interpretieren ist, wenn man gewährleisten kann, dass sie in engem Bezug zur gestellten Aufgabe steht.

Visualisierung von Denkprozessen

Zu den verschiedenen Methoden der bildhaften Darstellung von Denkprozessen zählen die Elektroenzephalografie (EEG), die Magnetenzephalografie (MEG), die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) sowie die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRI).

Die einzelnen Verfahren haben verschiedene Vor- und Nachteile, die je nach Untersuchungszweck gegeneinander abgewogen werden müssen. Das EEG beispielsweise leitet die elektrischen Aktivitäten unseres Gehirns ab und ist geeignet, die schnellen Denkprozesse zu registrieren. Allerdings erfasst es nur die äußeren Gehirnschichten und ist anatomisch nicht sehr präzise. Im Vergleich zum EEG hat die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) den Vorteil, dass sich damit Parameter des Hirnstoffwechsels abbilden lassen, wie der regionale Glukose- und Sauerstoffverbrauch. Dies geht ist allerdings mit einer radioaktiven Belastung der Probanden verbunden.


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