Religion - STATIONEN


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Man sieht sich immer zwei Mal Was wurde aus...? Wiederbegegnung nach Jahren

STATIONEN trifft in jeder Sendung interessante Menschen, berichtet über ihre Erfahrungen und spricht mit ihnen über Träume und Wünsche. Vor drei Jahren haben wir nach guten Vorsätzen gefragt, was ist daraus geworden?

Stand: 02.01.2020

Die Moderatorin Irene Esmann im Januar 2020 im Friseursalon "Scherenzauber". Drei Jahre vorher hatte sie schon ein mal mit der Friseurin Angie über deren gute Vorsätze gesprochen. Was ist daraus geworden? | Bild: BR

Besonders um Neujahr wird uns klar, wie schnell die Zeit vergeht. Schon wieder ein Jahr vorbei. Was ist aus den Vorhaben und Plänen geworden? Vor drei Jahren war Moderatorin Irene Esmann bei Angie in ihrem Friseursalon "Scherenzauber" in München. Sie plauderten über gute Vorsätze und Wünsche. Ob sie bei Angie in Erfüllung gegangen sind? Was hat sich bei Menschen geändert, die wir begleitet haben? Irene Esmann ist neugierig und besucht frühere STATIONEN-Gesprächspartner. Für manche, soviel kann verraten werden - hat sich ihr Leben komplett umgekrempelt.

Gipfelstürmerin

Isabelle Auer hatte sich an Neujahr 2017 vorgenommen, jeweils den höchsten Gipfel in jedem Bundesland zu besteigen. 2017 hat das nicht geklappt, aber sie hat nicht aufgegeben. Ihre sehr unterschiedlichen Erfahrungen, die sie beim Bergsteigen und Wandern gemacht hat, hat sie in einem Buch zusammengefasst. Sie berichtet über Grenzerfahrungen, das Naturerlebnis und wie sie an dem Projekt gewachsen ist. Jeder der insgesamt 16 Gipfel hat Isabelle Auer eine Geschichte erzählt, und auf jedem Berg hat sie viel für sich gelernt.

Im Glauben gestärkt

2017 war ein Entscheidungsjahr - für einige Geflüchtete aus dem Iran, aus der Türkei, Syrien, Afghanistan und Eritrea. Sie haben konvertiert, sie haben ihren muslimischen Glauben sich in Deutschland in christlichem Glauben taufen lassen. In dem Flüchtlingsheim in Bayreuth, in dem sie damals wohnten, wurden sie wie Aussätzige behandelt. Für ihre Landsleute ist es eine Schande, dass sich die Männer haben taufen lassen.

"Wenn ich in der Küche bin, schauen sie mich alle misstrauisch an. Und wenn ich was mit Fleisch vorbereite und sie mitbekommen, dass es sich um Schweinefleisch handelt, dann wird das Misstrauen in ihren Gesichtern noch deutlicher. Sie sagen, das Schweinefleisch ist haram, also verboten. Da verlassen sie meistens die Küche und entfernen sich von mir."

Sahm

Für die Konvertierung zum Christentum steht im Iran sogar die Todesstrafe. Die getauften Flüchtlinge meinen es ernst mit ihrem Glauben, auch wenn sie es schwer haben und sie als Christen auch nciht mehr in ihre Heimatländern zurückkehren können. Die Bayreuther Gemeinde und Pfarrer Hans-Dietrich Nehring unterstützen die Männer. Wie geht es ihnen heute, nach knapp drei Jahren?

Umud ist heute 12 Jahre alt. STATIONEN hat ihn im März 2018 in der Moschee München-Sendling beim Koran-Unterricht kennen gelernt. Er hatte damals den Traum, es aufs Gymnasium zu schaffen. Als Erster in der Familie. Der Vater von Umud kam mit 14 Jahren als Gastgeber-Kind nach Deutschland. Er hat sich immer gewünscht, dass seine Kinder es leichter und einfacher haben, als er selbst. Doch Umud hat es nicht leicht. Seine Mutter ist schwer krank - sie hat Darmkrebs. Der Junge muss viele Aufgaben übernehmen und kann sich nicht nur auf die Schule und seine Freizeit konzentrieren.

In der Welt unterwegs

Kilian Ahlborn war fünf Jahre auf der Walz

Den Zimmerer Kilian Ahlborn trifft STATIONEN 2016 - auf der Walz. Damals war der gebürtige Würzburger schon zwei Jahre unterwegs, hatte kein Zuhause, kein Telefon, nur die Kleider an seinem Leib und ein paar Habseligkeiten. Sein größter Traum damals war, Zimmerer-Meister zu werden. Was hat er auf der Walz erlebt, die in sogar bis nach Alaska geführt hat? Was ist aus seinen Berufswünschen geworden? Er ist nun wieder nach Würzburg zurückgekehrt und hat ein Studium begonnen, doch das war nichts für ihn. Er hat nach vier Semstern hingeschmissen, doch was nun?

Wo die Liebe hinfällt

Das neue Jahr ist Anlass für einen zweiten Besuch bei einem Paar, das sich ausgerechnet bei unseren Dreharbeiten kennengelernt hat. Bei einem Zivilcourage-Kurs in München im Sommer 2017 erklärt der Polizist Alexander Schwandner den Teilnehmern, wie man sich selbst schützen und anderen Menschen bei Beleidigungen oder Angriffen helfen kann. Den Kurs besucht auch Christina Fuchs. Dieses Treffen beim STATIONEN-Dreh war nicht das letzte...

Therese Schmid und Florian Guggenmoos haben vor der Hochzeit ein Eheseminar besucht

Auch ein anderes Paar besuchen wir noch einmal. Therese Schmid und Florian Guggenmoos waren 2016 unsere Gesprächspartner beim Thema "Für immer und ewig". Sie besuchten damals ein Eheseminar in St. Otilien - die Vorbereitungen auf den großen Tag liefen auf Hochtouren. Was können sie uns von der Hochzeit und den ersten Ehejahren erzählen?

Man sieht sich immer zwei Mal im Leben, heißt es so schön. Moderatorin Irene Esmann erfährt bei ihren Wiedersehen erstaunliche Geschichten.


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