Religion - STATIONEN


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Der Bischofsfahrer Unterwegs mit Erzbischofs Ludwig Schick

Johannes Röhrer ist ein enger Begleiter des Erzbischof Ludwig Schick. Als Fahrer des Bischofs ist er viel unterwegs und erfährt Privates. Verschwiegenheit gehört zu seinem Beruf.

Von: Iris Tsakiridis

Stand: 04.02.2020

Erzbischof Ludwig Schick zusammen mit seinem Fahrer, Johannes Röhrer | Bild: BR/ Iris Tsakiridis

Wenn Johannes Röhrer und Ludwig Schick unterwegs sind, nutzt der Erzbischof den Dienstwagen auch als mobiles Büro. Er telefoniert und bespricht vieles. Das bekommt der persönliche Fahrer des Bamberger Erzbischofs automatisch mit; denn die beiden verbringen viel Zeit auf engstem Raum. Und sie plaudern auch über Privates.

"Wir unterhalten uns logischerweise auch über private Dinge. Aber was im Auto passiert, bleibt im Auto."

Johannes Röhrer

Der schönste Job

Früher war Johannes Röhrer Busfahrer, doch seit acht Jahren ist sein Dienst für das Erzbistum Bamberg der schönste Job, den er sich derzeit vorstellen kann, erzählt Röhrer.

Der 30-Jährige bringt den Bischof zu seinen Terminen – in Deutschland und manchmal auch ins nahe europäische Ausland, meist abends und am Wochenende. Sonntags ist Erzbischof Schick so oft wie möglich in seinem Erzbistum unterwegs, um den Kontakt zu den Pfarrgemeinden zu pflegen. Immer fährt Johannes Röhrer.

Seine Frau und sein Sohn seien daran gewöhnt, dass er am Wochenende viel unterwegs ist und eher unter der Woche Freizeit hat, erzählt Röhrer, so sei das schon gewesen, als er noch Reisebusfahrer war.

Der Mann im Hintergrund

Bischofskonferenz, Einweihungen, Tagungen und Vorträge, Besuche und Gottesdienste – die Termine des Bischofs sind vielfältig. Und manchmal fasst Johannes Röhrer auch mit an, wie etwa bei der Vorbereitung von Gottesdiensten, wo er den Ministranten die bischöfliche Mitra übergibt und dafür sorgt, dass die Predigt am Ambo bereitliegt.

Doch meistens heißt es einfach: Warten. Das sei der größte Teil seiner Aufgabe, so Röhrer, doch das sei für ihn kein Problem. Mit Handy und Tablet könne er sich gut beschäftigen.


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