Religion - STATIONEN


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Maskenpflicht für alle Mundschutz mit Persönlichkeit

Die Corona-Pandemie hat die Welt verändert – und auch die Mode. Waren es anfangs noch hauptsächlich schlichte OP-Masken in weiß oder hellblau, sieht man heute immer mehr Individualisten, die ihre Mundschutzmaske zum Mode-Accessoire machen.

Von: Agnieszka Schneider

Stand: 30.06.2020

Eine Frau mit einem modischen Mundschutz und angenähter Rose. | Bild: stock.adobe.com/Maria Kasimova

Nur weil für alle die gleichen Regeln gelten, müssen ja nicht alle gleich aussehen. Jeder braucht eine Maske – mit persönlicher Note macht es aber deutlich mehr Spaß, sie zu tragen.

Viele Schneidereien reagierten auf den anfänglichen Mangel an Masken und die Stoffläden erkannten die Bedürfnisse der Individualisten. Auch im Stoffladen von Christa Leuter-Gallem finden Kundinnen wie Dörthe Wilken und Ella Butz genau das richtige für ihre textilen Vorlieben. Die beiden suchen nichts von der Stange und wollen sich keineswegs uniformieren.

Ella Butz näht eine Wende-Maske

Für die modebewusste 15-jährige Ella ist es wichtig, immer die passende Maske zu ihrem Outfit zu haben. Deshalb sind inzwischen schon 80 Masken zusammengekommen – auch an ihrem Schnittmuster hat sie lange experimentiert: "Ich mag gerne Stoffe, die starke Farben haben und auch keine zu großen Muster. Kleinere Muster kommen auch besser rüber mit den Falten."

Das Lächeln hinter dem modischen Mundschutz

Lehrerin Dörthe Wilken näht Glücksbringer

Für die Lehrerin Dörthe Wilken muss die individuelle Maske auch noch weitere Aspekte erfüllen. Sie möchte gerne gute Laune verbreiten, denn schlechte Stimmung und trübe Gedanken gibt es im Moment genug. "Die kleinen wie die großen Schüler, die lachen gerne, genauso wie die Lehrerinnen und Lehrer", erzählt sie. Deswegen nimmt sie gerne auch mal etwas Lustiges: "Wenn Erdbeerzeit ist, kommen ein paar Erdbeerchen, oder wenn man lieber Kuchen essen möchte - Schwupps, hat man paar Cupcakes. Und dann lachen die Kinder." Fürs Abitur nähte sich die Lehrerin deshalb eine Maske mit kleinen Marienkäfer als Glücksbringer für ihre Deutschschüler.

Christa Leuter-Gallem in ihrem Stoffladen

Christa Leuter-Gallem freut sich, dass sie mit ihrem Stoffladen Farbe und Freude in diese schwierigen Zeiten bringen kann: "Wenn man die Maske so abstimmt, dass sie zu einem passt, bleibt man sich selber treu und strahlt dann immer noch über die Augen sich selber aus."


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