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Radio-ABC #R Reportage

Wer spontan ist, aufmerksam und sprachlich geschickt und auch Gefühle gut schildern kann - der könnte ein guter Reporter sein. Denn hier geht es darum, ein Geschehen vor Ort so zu schildern, dass beim Hörer ein "Kino im Kopf" entsteht. Keine leichte Aufgabe!

Stand: 20.10.2016

Reporter Klaus Jürgen Alde reportierte 2008 live über den Olympiasieg der deutschen Schwimmerin Britta Steffen. Eine Reportage, die rundum gelungen ist und Berühmtheit erlangt hat. Was hat Klaus Jürgen Alde alles richtig gemacht? Es ist ihm gelungen, das Geschehen sprachlich so zu transportieren, dass der Hörer sich fast selbst neben dem Schwimmbecken glaubt.

Eine Reportage wird immer vor Ort gemacht. Dem Reporter muss es gelingen, seine Eindrücke stimmig wiederzugeben. Er vermittelt Fakten, aber auch Wertungen und Gefühle. Eine Reportage ist also immer subjektiv.

Auf eine Reportage muss man sich vorbereiten, man kann sie aber nicht im Detail planen. Im Gegenteil, der Reporter muss auf das Hier und Jetzt reagieren und spontan sein. Eine Live-Reportage stellt deshalb eine besondere Herausforderung dar. Viele Reportagen werden aber vor Sendung erst im Funkhaus geschnitten und bearbeitet. 30 Minuten Aufnahme-Material kann auf 5 Minuten gekürzt werden. Ein Bespiel hierfür ist Kirsten Zesewitz' Reportage übers Fliegenfischen.


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