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Vertiefende Informationen Wichtige Fakten zu "Darum gibt es ARD, ZDF & Co."

Was bezeichnet man noch mal als "Grundversorgung" und wie finanziert sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk? Die wichtigsten Fakten in einem kompakten Überblick.

Stand: 20.09.2021

Collage mit Fernseher und geometrischen Formen | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Warum es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk überhaupt gibt, wird gerade bei Jugendlichen hinterfragt. Sie verbinden öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausschließlich mit dem Ausspielweg via Fernsehen oder Radio. In der Zielgruppe der 14- bis 19-Jährigen spielt das Internet eine entscheidende Rolle. Auch in den anderen Altersgruppen nimmt das Internet inklusive Angeboten über Social Media (Facebook, Instagram, WhatsApp) eine immer stärkere Rolle ein.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat auf das veränderte Nutzungsverhalten reagiert und nutzt für eine Vielzahl seiner Angebote den Verbreitungsweg übers Internet.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet ein breites Programm an. Es umfasst Information, Kultur, Unterhaltung und Sport. Möglichst für jeden soll bei diesem Mix etwas dabei sein. Für den einen mehr, für den anderen weniger. Nachrichten informieren, Magazine und Talks bieten Hintergründe.

Unterhaltung bringen die Filme, Hörspiele, Serien, Sportangebote und Shows. Mit den Orchestern, Big Bands und Veranstaltungen tragen ARD, ZDF und Deutschlandradio außerdem zur Vielfalt unserer Kulturlandschaft bei.

Das Angebot ist so vielfältig wie die Interessen der Menschen. Dabei zahlt jeder Haushalt den gleichen Beitrag. Die Finanzierung fußt auf dem "Solidarprinzip". Auch wenn nicht jede Person die Angebote gleich nutzt, stehen sie doch gleichermaßen frei zugänglich und unverschlüsselt jedermann zur Verfügung. Die Bürgerinnen und Bürger haben laut Gesetz das Recht auf Bildung, Information, Beratung, Unterhaltung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dies bezeichnet man als "Grundversorgung".

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat einen Auftrag, der sich aus Art. 5 Abs. 1 des Grundgesetzes ableitet. Ein wesentliches Element dabei ist, dass die Berichterstattung zu einem funktionierenden demokratischen Gemeinwesen beitragen soll. Dies soll gewährleistet werden durch die Möglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger, sich umfassend zu informieren. Nur wer umfassend informiert ist, kann sich eine eigene Meinung bilden. Und dann erst ist in einem nächsten Schritt ein gesellschaftlicher Diskurs möglich. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist somit elementar für eine funktionierende Demokratie.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur eine Teilhabe an der demokratischen Meinungsbildung – er trägt mit seinen Angeboten auch zur publizistischen Vielfalt bei. Denn auch in den Sendern von ARD, ZDF, Deutschlandradio gewichtet man manches unterschiedlich. Die politische Unabhängigkeit und die Möglichkeit, sich in allen Belangen frei zu äußern, ist unter anderem nur durch eine finanzielle Unabhängigkeit zu gewährleisten. Dafür steht das System des Rundfunkbeitrags.

Die Einnahmen aus Werbung liegen deutlich unter zehn Prozent. Beim Rundfunkbeitrag gilt die Regel: Eine Wohnung – ein Beitrag. Es spielt keine Rolle, wie viele Menschen in dem Haushalt leben. Monatlich sind 18,36 Euro zu zahlen.

Vertiefende Informationen - Darum gibt es ARD, ZDF und Co Format: PDF Größe: 334,42 KB


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