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BR-Magazin-Tipp: Kultur Kunst und Freundschaft

Zum 100. Todestag von Franz Marc widmen sich zahlreiche Sendungen ihm und seinem Weggefährten August Mack

Stand: 26.02.2016

Der Film beleuchtet anhand vieler Bildbeispiele und lebendiger Realaufnahmen die Beziehung zweier herausragender Vertreter der deutschen Avantgarde vor dem Ersten Weltkrieg: August Macke und Franz Marc. Im Bild: Äffchen von Franz Marc. | Bild: BR/tasca films munich

Sie waren Künstler, Visionäre und Freunde: August Macke und Franz Marc. Anfang 1910 lernen sich die Maler in München kennen und schätzen – und das, obwohl sich die beiden nicht nur von ihrem Temperament her, sondern auch in ihren künstlerischen Positionen stark voneinander unterscheiden. Während der sieben Jahre jüngere Macke sinnlich und spontan die sichtbare Welt im Blick hat, sucht Marc mit hohem theoretischem Anspruch die spirituelle Einheit des Seins im Bild. Trotzdem ist die gemeinsame Arbeit der Künstlerfreunde, etwa an Ausstellungen des Blauen Reiters, von tiefer Zuneigung geprägt. Marc und Macke inspirieren sich gegenseitig und tauschen sich in ihren Briefen intensiv über Farbe und ihre räumliche Wirkung aus. Vier Jahre lang währt ihre Freundschaft, dann bricht der Erste Weltkrieg aus und verändert alles. Beide begrüßen den Kriegsausbruch und melden sich als Freiwillige.

Nur wenige Wochen später, am 26. September 1914, fällt August Macke in der Champagne. Er wird nur 27 Jahre alt. Anderthalb Jahre später, am 4. März 1916, kurz nach seinem 36. Geburtstag, stirbt auch Franz Marc – auf den Schlachtfeldern von Verdun.

Zum 100. Todestag Marcs widmen sich zahlreiche Sendungen im Bayerischen Rundfunk dem großen Künstler: Die Doku "Jenseits der Bilder – August Macke und Franz Marc" und das "Bayerische Feuilleton" beleuchten die Freundschaft zwischen den beiden Künstlern. "Bayern – Land und Leute" begibt sich zu Ehren von Franz Marc auf Spurensuche auf die Staffelalm. Hier verbrachte der Künstler seine Semesterferien, er zeichnete Zäune, skizzierte Kühe und Schafe, Hütejungen und schmückte die Stube der Staffelalm unterm Rabenkopf aus: Über dem Fenster prangt ein Stierkopf und über der Kellerstiege laufen Hirschkuh und Hirsch. Erst 1996 wurde dieses in Vergessenheit geratene Bild unter vielen Putzschichten wieder freigelegt.


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