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BR-Magazin-Tipp: Aktuelles Auf der Suche nach der Wahrheit

35 Jahre nach dem Anschlag auf das Oktoberfest geht eine Dokumentation auf neue Erkenntnisse ein

Stand: 30.01.2015

Werner Dietrich (Jörg Hartmann), Anton Franke (Ferdinand Schmidt-Modrow) und Ulrich Chaussy (Benno Fürmann) | Bild: BR/diwa Film GmbH/Markus S. Thiel

Das Oktoberfestattentat war der bis heute schwerste Anschlag in der Bundesrepublik Deutschland. Am Abend des 26. September 1980 wurden 13 Menschen in den Tod gerissen, mehr als 200 erlitten zum Teil schwere Verletzungen. 1982 wurde Gundolf Köhler, ein rechtsextremer Student aus Donaueschingen, der bei dem Anschlag selbst ums Leben kam, als Einzeltäter ausgemacht – eine unwahrscheinliche These, die viele Fragen offen lässt. Doch alle Bestrebungen für die Wiederaufnahme des Verfahrens scheitern – trotz nachgewiesenen, eklatanten Ermittlungsfehlern. So tauchen zum Beispiel mehrere Zeugenaussagen, die auf Mittäter hinweisen, nicht im Abschlussbericht des Bundeskriminalamts auf. Über drei Jahrzehnte lang ruft das ungeklärte Verbrechen Verschwörungstheoretiker auf den Plan.

Neue Ansätze zur Aufklärung

2013, 33 Jahre nach dem Attentat, kommt Bewegung in den Fall. Der Spielfilm "Der blinde Fleck – Das Oktoberfestattentat" (20.15 Uhr) zeigt Widersprüche auf und stellt die nach demokratischen Maßstäben zweifelhaften Methoden der Behörden öffentlich in Frage. Bei der Vorpremiere des Films im Bayerischen Landtag verspricht der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann öffentlich, die relevanten Ermittlungsakten vollständig zu öffnen. Dies ist die Grundlage für die Dokumentation "Attentäter – Einzeltäter? Neues zum Oktoberfestattentat". Sie präsentiert brisante neue Erkenntnisse. Gleichzeitig wird das Schicksal der Opfer des Attentats beleuchtet – eine Facette, die der Spielfilm bewusst ausspart.


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