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Medien-Startups

Innovative Ideen Medien-Startups

Ein Schreibtisch mit Kaffeetasse, Stiften und einem Block auf dem "MEDIEN Startups" geschrieben steht | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Ob im Homeoffice oder im Loft, als Stiftung oder als kreativer Einzelner – es tut sich viel bei den Startups in der Medienbranche. In loser Folge stellen wir diejenigen vor, die der Redaktion aufgefallen sind - ob in der Startup-Hauptstadt Berlin, im innovativen München oder anderswo in Deutschland; außerdem blicken wir auf interessante Ideen weltweit. Alles über Gründung, Finanzierung, die Macher und den passenden Markt – in unseren Radiobeiträgen über Medien-Startups.

Die Beiträge der Serie

Gründerin Nina Probst | Bild: sportfrauen.net zum Audio Medien-Startup Crowdfunding-Kampagne für sportfrauen.net

Bei Olympia kamen Frauen als Medaillengewinnerinnen ausreichend vor. Damit die weibliche Seite des Sports nicht wieder in der Versenkung verschwindet, will Nina Probst ihr Startup sporfrauen.net weiter professionalisieren. Dafür hat sie jetzt eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Nebenberuflich ist das Portal nicht mehr zu stemmen, und die gut funktionierende Zusammenarbeit mit interessanten Sportlerinnen und deren Verbänden möchte sie weiter ausbauen. [mehr]

Beachvolleyballerinnen bei der Europameisterschaft im August 2021 in Wien | Bild: dpa-Bildfunk/Hans Punz zum Audio sportfrauen.net Sportlerinnen sichtbar machen

Sport in den Medien - das ist vor allem Männersport; außerhalb von Olympia widmen sich nur rund 10 Prozent der Berichterstattung Frauen und ihren Leistungen. Nina Probst gründete daher mit anderen das Portal sportfrauen.net, auf dem Berichte, Kommentare und Debatten zum Frauensport und sportpolitischen Fragen aus weiblicher Perspektive publiziert werden. Ein großes Ziel: Der Fußball-Monokultur die Diversität des Sports entgegenzustellen. [mehr]

Die Gründer des Startups Disclose Mathias Destal (li) und Geoffroy Livolsi (re)  | Bild: BR/Suzanne Krause zum Audio Medien-Startup Frankreich Enthüllungsplattform Disclose

Die Video-Plattform Disclose ist ein Shootingstar in Frankreich: Vor zwei Jahren von jungen JournalistInnen gegründet, sorgt sie mit ihren Enthüllungen für Aufsehen. Zum Beispiel über den Export von französischen Waffen an Kriegsparteien im Jemen, um umweltzerstörende Rodungen für den Soja-Anbau am Amazonas oder über Pädophilie im Sport. Seine Filme laufen beispielsweise auf Arte. Das Investigativ-Medium ist unabhängig und nicht profiorientiert, finanziert u.a. durch Crowdfunding. Vorbild sind die Recherche-Plattformen "Correctiv" in Deutschland und "ProPublica" in den USA. [mehr]

Screenshot "A handbook for digital media enterpreneurs" herausgegeben von der DW-Akademie.  | Bild: DW Akademie - https://www.dw.com/en/from-start-to-success-new-handbook-to-support-startups-striving-for-media-viability zum Audio Gespräch mit Pauline Tillmann Wie funktionieren erfolgreiche Medien-Startups?

Gründer:innen wissen es: Neue Medien-Formate zu entwickeln und zu finanzieren ist nicht einfach. Das betrifft innovative Ideen hierzulande genauso wie investigative neue Portale im Ausland. Alles über Gründung, Finanzierung und den passenden Markt hat nun die Deutsche Welle in einem Handbuch zusammengetragen. [mehr]

Margaret Aduto, Programm-Managerin von The Elephant
| Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startups weltweit The Elephant aus Kenia

Das digitale Magazin "The Elephant" wurde 2016 gegründet, um die Bevölkerung in Kenia mit unabhängigen Informationen zu versorgen. Es probiert Neues aus: Datenjournalismus, Cartoons, Videos und Podcasts - und verfolgt eine Mission: Die Nutzer sollen durch die Plattform animiert werden, sowohl ihre Vergangenheit zu reflektieren als auch an einer besseren Zukunft mitzuwirken. In Kenia ist es sehr schwierig, ein Medien-Startup zu gründen, weil die Zivilgesellschaft wenig Raum hat und es keine Medienfreiheit gibt. Das Startup ist Teil eines Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

Noko Makgato, Geschäftsführer von Africa Check | Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startups weltweit Africa Check aus Südafrika

"Africa Check" ist ein besonderes Projekt, weil es nicht nur in einem Land operiert, sondern gleich in vier. Die Fact-Checking-Organisation berichtet aus Südafrika, Kenia, Nigeria und dem Senegal. Sie wurde 2012 gegründet und richtet sich nach eigenen Aussagen an die "normalen Wähler". Allerdings publiziert die Website überwiegend auf Englisch und Französisch und erreicht damit nur einen Bruchteil der afrikanischen Bevölkerung; alle Sprachen Afrikas wären nicht finanzierbar. Das Startup ist Teil eines Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

Roman Fillipovic ist Videoredakteur bei Rise Moldova | Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startups weltweit Rise Moldova aus Moldau

Rise Moldova versucht mit investigativem Journalismus über organisierte Kriminalität, Waffenhandel und Geldwäsche zu berichten. Denn Korruption ist das größte Problem in dem kleinen Nachbarland von Rumänien, und die meisten Medien sind in der Hand von Oligarchen. Die Republik Moldau hat nur 3,5 Mio. Einwohner, von denen ständig rund eine Million im Ausland arbeiten, um Geld zu verdienen - denn es herrscht große Armut. Finanziert wird das 2014 gegründete Startup durch Stiftungen. Es ist Teil eines aktuellen Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

Zenzele Ndebele ist Gründer von CITE | Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startups weltweit CITE aus Simbabwe

2016 wurde das "Centre for Innovation and Technology", kurz CITE, gegründet, nicht in der Hauptstadt von Simbabwe, Harare, sondern in Bulawayo. Dort fühlen sich die Menschen vernachlässigt von der Zentralregierung und sind offen für unabhängige Informationen, denn Zeitungen, Radio und TV sind staatlich kontrolliert. Die 25 MitarbeiterInnen bieten zwei Stunden Live-Programm auf Facebook und YouTube täglich und eine gut besuchte Website. Das Startup ist Teil eines aktuellen Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

Portrait Pauline Tillmann | Bild: Evgeny Makarov zum Audio Medien-Startups weltweit Wie die Serie entstanden ist: Interview Pauline Tillmann

Pauline Tillmann hat als freie Autorin mehrere Jahre aus St. Petersburg berichtet und auch einige Zeit in den USA verbracht. Danach hat sie selbst ein Startup gegründet, "Deine Korrespondentin", das Geschichten von und über Frauen in den Vordergrund stellt. Derzeit ist sie Projektmanagerin bei der Deutsche Welle Akademie in Bonn für ein Projekt, das innovative Startups aus allen Kontinenten zusammenbringt, damit sie voneinander lernen, sich austauschen und vernetzten können. Diese "Digital Media Pioneers" hat sie bei den beiden persönlichen Treffen für das BR MedienMagazin interviewt und portraitiert. Sie sind in Ländern entstanden, in denen es wenig oder keine Pressefreiheit gibt und Meinungsfreiheit oft unterdrückt wird. [mehr]

Lucia Menendez, Direktorin für Design und Innovation bei „Nomada“.  | Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startup weltweit Nomada aus Guatemala

Nomada, dass vor genau fünf Jahren startete, will die Gesellschaft in Guatemala empowern, vor allem die Mittelschicht. Das anspruchsvolle, durchgestylte Online-Magazin setzt auf investigative Themen, an die sich andere Medien in dem mittelamerikanischen Land nicht herantrauen: Korruption, Sexualität, Gewalt gegen Frauen. Ein Problem ist die nachhaltige Finanzierung. Das Startup ist Teil eines aktuellen Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

Attila Bobos, einer der drei Gründer von Szabad Pécs | Bild: Stephan Ozsváth zum Audio Medien-Startup "Szabad Pécs" aus Ungarn

Ungarn ist das Sorgenkind der EU in Sachen Pressefreiheit. Die Medienmacht und Gleichschaltung der Regierung wächst immer weiter. Fast 500 Medien sind seit einem Jahr unter dem Dach einer regierungsnahen Stiftung zusammengefasst worden, ausgestattet mit viel Geld und Personal. Es gibt nur wenige unabhängige Medien, die vor allem Online publizieren, weil es billiger ist. In der Provinz ist es besonders schwer, der Regierungspresse etwas entgegen zu halten. Die Redaktion des Online-Portals "Szabad Pécs" in der südungarischen Stadt kämpft hartnäckig ums finanzielle Überleben. [mehr]

Dario Nassal und Felix Friedrich, Macher von "The Buzzard" | Bild: Alisa Sonntag zum Audio Medien-Startup Mit "The Buzzard" raus aus der Filterblase

Eine News-App, die die aus dem Ruder gelaufene Diskurskultur verändert: Die beiden Macher von "The Buzzard" Dario Nassal und Felix Friedrich, haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. An die Stelle aufgeregter Scheingefechte soll eine faktenbasierte Debatte treten, eine Plattform, auf der Qualitätsjournalismus in kuratierter Form präsentiert wird. Über eine Crowdfunding-Kampagne wollen und müssen sie mindestens 125.000 Euro einsammeln, um im Frühjahr 2020 zu starten. [mehr]

Chefredakteurin Lika Antadze will auf der Online-Plattform „Chai Khana“ Frauen nicht als Opfer, sondern als Macherinnen darstellen. | Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startup weltweit "Chai Khana" aus Georgien

Die Medienplattform "Chai Khana" hat ihren Sitz in Tbilissi, der Hauptstadt von Georgien; der Titel heißt übersetzt "Teehaus" und richtet sich vor allem an Frauen und Minderheiten. Die Geschichten sind in mehreren Sprachen zu lesen. Das Ziel ist, unterrepräsentierten Gruppen im Südkaukasus eine Stimme zu geben; grenzüberschreitend in Georgien, Armenien und Aserbeidschan. Das Startup ist Teil eines aktuellen Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

Matt Daniels hat das Medienstartup "The Pudding" in Brooklyn gegründet | Bild: BR/Salvan Joachim zum Audio Medien-Startup "The Pudding" in New York

Daten visualisieren und mit Grafiken spannende Geschichten erzählen - das will Matt Daniels, der vor zwei Jahren "The Pudding" in Brooklyn gegründet hat. Hier arbeiten "Journalist Engineers" am digitalen Journalismus von morgen. Sie ermöglichen eine Zeitreise durch die Billboard Charts oder programmieren eine zoombare Karte der weltweiten Bevölkerungswanderungen. Geld verdienen sie mit ihrem kommerziellen Ableger "Polygraph". [mehr]

David Hidalgo aus Peru | Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startup weltweit "Ojo Publico" aus Peru

"Ojo Publico" ist Spanisch und heißt übersetzt "öffentliches Auge". Das Startup stammt aus Peru und ist eines der führenden Investigativmedien des Landes. Zwar gibt es offiziell Presse- und Meinungsfreiheit, aber die Öffentlichkeit wird nicht immer ausreichend informiert. In diese Lücke stößt "Ojo Publico" und sorgt mit seinen Recherchen immer wieder für Aufsehen. Das Startup ist Teil eines aktuellen Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

PJ Thum von New Naratif | Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startups weltweit New Naratif aus Südostasien

"New Naratif" ist eine Bewegung für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit in Südostasien. Von Singapur und London aus werden Artikel und Videos über Malaysia, Vietnam, Indonesien und andere Länder in der Region in der jeweiligen Landessprache veröffentlicht. Themen sind Korruption, Entwicklung, religiöse Minderheiten, LGBTQ und vor allem: Demokratie. Die Menschen werden aufgefordert, sich zu engagieren. Das Startup ist Teil eines aktuellen Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

Reporterin Lucia Martinez vom argentinischen Medien-Startup Chequeado | Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startup weltweit Chequeado aus Argentinien

Desinformation in social media braucht Fact-checking - nicht nur bei uns. "Chequeado" ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Buenos Aires, die Fakten überprüft. Ein Startup, das schon neun Jahre am argentinischen Markt überstanden hat. Das Startup ist Teil eines aktuellen Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

Edition-F-Gründerinnen Susann Hoffmann (links) und Nora-Vanessa Wohlert | Bild: Edition F zum Audio Medien-Startup Edition F in der Krise?

Seit der Gründung 2014 ging es stetig bergauf mit dem Frauen-Portal "Edition F". Jetzt gibt es die ersten Rückschläge, die Gründerinnen setzen auf einen Relaunch. [mehr]

Screenshot der Webseite von Rosa Mag | Bild: BR/Screenshot zum Audio Medien-Startup "Rosa Mag" – das Magazin für afro-deutsche Frauen

Diskriminierung sind sie gewohnt, Menschen mit dunkler Hautfarbe in Deutschland. So auch Ciani-Sophia Hoeder, die Gründerin von Rosa Mag, einer Website aus Berlin für Frauen, auf der es nicht nur um Haarpflege, Lifestyle, Mode geht. Sondern auch um das eigene Selbstverständnis: schwarz, women of colour, afro-deutsch? Wie sich das bisher ehrenamtlich produzierte Online-Magazin finanzieren kann, ob man künftig auch auf Print setzt - all das können die Macherinnen jetzt mit einer Medien-Startup-Fellowship des MediaLab Bayern herausfinden. [mehr]

Reporterin Tania Montalvo arbeitet seit 2013 für das Digital-Magazin "Animal Politico" | Bild: Dmytro Larin zum Audio Medien-Startup weltweit "Animal Politico" aus Mexiko

Das Digital-Magazin "Animal Politico", das "politische Tier" wurde 2011 gegründet. Es setzt auf Datenjournalismus und Themen wie Korruption, Organisierte Kriminalität oder Sexismus - die in den traditionellen mexikanischen Medien kaum vorkommen. Über Internet und social media erreicht es bis zu 6 Millionen LeserInnen. Die Redaktion wurde mehrfach bedroht, die Finanzierung ist schwierig. Das Startup ist Teil eines aktuellen Media-Viability-Projekts der Deutschen Welle (DW) Akademie. Mit ihren Projekten in der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein. [mehr]

Mitgründer Sebastian Schaal im Büro von Luminovo | Bild: BR/Heinrich Bruns zum Audio Medien-Startup Luminovo – mit KI Medienunternehmen unterstützen

: In Kalifornien haben sie sich schon 2015 mit Künstlicher Intelligenz (KI) befasst und hätten im Silicon Valley anheuern können - doch Sebastian Schaal und Tomin Ruban gründeten lieber ein eigenes KI-Startup in München. Sie haben sich auf Bild, Bewegtbild und Text spezialisiert und helfen beispielsweise ProSiebenSAT.1, Gewalt- oder Nacktszenen in Filmen und Serien zu erkennen, aus Jugendschutzgründen. Unterstützt werden solche Kooperationen vom MediaLab Bayern. [mehr]

Gründerin und Chefredakteurin Lea Koorsgaard  | Bild: BR / Pauline Tillmann zum Audio Medien-Startup Das dänische Digitalmagazin Zetland

Wenn ein Zebra mit einem Shetland-Pony gekreuzt wird, kommt ein "Zetland" dabei heraus. Das ist auch der Name eines neuen dänischen Digitalmagazins: Es ist eine Mischung aus traditionellem Journalismus mit hintergründigen Geschichten und neuen Tools wie einer App, mit der man sich jede Geschichte vorlesen lassen kann. Die Zahl der Unterstützerzahl ist auf gut 10.000 angewachsen. [mehr]

Nicola Kuhrt und Hinnerck Feldwisch | Bild: BR/Pauline Tillmann zum Audio Medien-Startup MedWatch - Watchdog für Medizin-Fakes

"Kokosöl heilt Krebs" und "Chlorbleiche hilft bei Autismus": Derartige Schlagzeilen sind irreführend - mitunter sogar gesundheitsschädlich oder lebensbedrohlich. Es ist engagiert, was die Macher des Internet-Blogs "MedWatch" vorhaben: Sie durchforsten das Netz nach gefährlichen und betrügerischen "Heilsversprechen". Sie sorgen für Klarstellungen. Das Geschäft mit der Angst um die Gesundheit ist sehr lukrativ. [mehr]

Cordt Schnibben, Reporterfabrik | Bild: Pauline Tillmann zum Audio Medien-Startup Reporterfabrik – ein Journalistenschule für jeden im Netz

Seit Ende Januar ist sie nach zweijähriger Planung zugänglich, die Reporterfabrik. Das Angebot richtet sich an interessierte Bürger, Journalisten, auch an Schüler. Sie können in Online-Tutorials lernen, wie man die perfekte Überschrift findet, mit dem Smartphone einen Film dreht oder seinen Blog mit Videos anreichert. Auch wer nicht professionell, sondern als Hobby im Internet veröffentlicht, sollte einige Grundregeln des Journalismus kennen. Die Kosten sind überschaubar. [mehr]

Republik-Chefredakteurin Sylke Gruhnwald | Bild: BR / Pauline Tillmann zum Audio Medien-Startups Ein Jahr Republik in der Schweiz

Vor einem Jahr ist das Digitalmagazin "Republik" in der Schweiz mit einem Startkapital von sechs Millionen Euro gestartet. Es will dem publizistischen Einheitsbrei der Schweizer Medien einen frischen, unverblümten Blick entgegenstellen. Das Magazin wird nur online verbreitet und ist hinter einer harten Bezahlschranke. Jetzt geht es darum, mehr als die Hälfte der aktuell 22.000 Mitglieder, die Verlegerinnen und Verleger genannt werden, an Bord zu behalten. [mehr]

Contenno gewinnt einen Startup-Preis auf den Medientagen München.  | Bild: MTM zum Audio Medien-Startups Contenno – die Inhaltebörse

Interessante Texte, aufwändige Recherchen im "Guardian", in "El País", "Le Monde" oder "Washington Post": sie finden in der Regel nicht den Weg in deutschsprachige Zeitungen oder andere Länder. Das wollen zwei erfahrene Macher ändern: Sie haben Contenno gegründet, eine Plattform, über die international journalistische Inhalte gehandelt werden können. Um gutem Journalismus eine breitere Basis zu bieten, bei der Verbreitung, bei der Finanzierung. Start ist Anfang 2019, das Interesse von Medienhäusern ist groß. [mehr]

Aiconix CEO Eugen Gross | Bild: Anne Gaertner zum Audio Medien-Startups Aiconix – Künstliche Intelligenz für eine bessere TV-Quote

Wie soll man umgehen mit sinken Quoten im Fernsehen? Oder wie produziert man ein Video, dass millionenfach geklickt wird? Das Medien-Startup Aiconix will mit Künstlicher Intelligenz helfen Videos schon bei der Entstehung im Schnitt zu analysieren und zu verbessern. [mehr]

Screenshot der Shelfd-App | Bild: Hersteller zum Audio Medien-Startups Shelfd - Eine App für Video-Fans

Shelfd - das ist das englische Wort für Regal. Und genau das will shelfd sein: ein digitales Regal oder Magazin zur Orientierung in der unüberschaubaren Welt der Filme. Eine Plattform, auf der Videos empfohlen werden, die Filmaffine auf keinen Fall verpassen sollten. Gemeinsam mit seiner Freundin Hella und Co-Gründerin Andrea baut David Streit seit 2015 diese Plattform auf. Seit Juni 2017 ist shelfd online. [mehr]

Screenshots Resi-App | Bild: RESI Media UG zum Audio Medien-Startups Aus für Resi App

Viertbeste App im Appstore, Grimme Online Award und Zehntausende von Nutzern: die Nachrichten-App "RESI Media" war sehr beliebt. Trotzdem wurde die App eingestellt, weil sie wirtschaftlich nicht erfolgreich war. Experten meinen: die Gründer haben ihre Möglichkeiten einfach nicht genutzt. [mehr]

Mal schnell einen Podcast in der Bibliothek aufnehmen: Mario Kühne und Doreen Jonas vom MDR. | Bild:  Sandra Müller zum Audio Medien-Startup nebenan.de für gute Nachbarschaft

Es bringt keine Lokalnachrichten, ist aber doch ein Lokalmedium: Das Startup "nebenan.de" bringt direkte Nachbarn einander näher. Anmelden kann sich nur, wer im gleichen Ort oder Stadtteil lebt. Und sich dann mit seinen Nachbarn austauschen, gemeinsame Utnernehmungen planen, Hilfe suchen oder anbieten. In Berlin gegründet, ist die Plattform inzwischen in 350 Städten aktiv, darunter München, Nürnberg oder Würzburg. [mehr]

Krystyna Wilk-Koncewicz von der Zeitschrift "Kosmos" | Bild: BR/ Pauline Tillmann zum Audio Medien-Startups Stiftungsmodelle in Polen

In Polen sind die meisten Medien-Startups als Stiftung, organisiert. Das bringt finanzielle und steuerliche Vorteile - zumal es keine Fördergelder für die Gründung eines Medienunternehmens gibt. Diese Form hat auch "Kosmos" gewählt, ein Magazin, das jungen Mädchen ein selbstbewusstes Frauenbild vermitteln will, auch in Workshops. Oder "OKO.press", ein digitales Magazin, das sich Faktencheck und investigative Recherche auf die Fahnen geschrieben hat. [mehr]

Die Riff-Gründer Tanja Krämer und Christian Schwägerl mit dem #netzwende-Preis | Bild: Jörg Müller / VOCER zum Audio Medien-Startup Riffreporter - Genossenschaft für freien Wissenschaftsjournalismus

Wollen Sie wissen, was die "Flugbegleiter" oder die "Weltraumreporter" machen? Dann sind Sie bei Riffreporter richtig. Das Webportal für hochwertigen Wissenschaftsjournalismus haben wir schon vorgestellt, inzwischen hat es sich als Genossenschaft organisiert, ist weiter gewachsen und hat sein Zahlungssystem modernisiert. Auch inhaltlich stellt sich die Plattform noch breiter und vielfältiger auf. [mehr]

In Polen ist die Medienlandschaft schwierig. Der öffentlich Rechtliche Sender ist zum Staatsfernsehen mutiert, private Medien werden politisch attackiert und auch finanziell drangsaliert. Keine einfache Situation für Medien-Startups. Das Online-Projekt „Outriders“, zu Deutsch Vorreiter, bietet hintergründige Auslandsberichterstattung. Und das Meinungsmagazin „Pismo“ wagt sich gar gedruckt an die Kioske. Sie suchen noch nach dauerhafter Finanzierung. | Bild: BR/ Pauline Tillmann zum Audio Polen Polnische Medien-Startups auf Erfolgskurs

In Polen ist die Medienlandschaft schwierig. Der öffentlich Rechtliche Sender ist zum Staatsfernsehen mutiert, private Medien werden politisch attackiert und auch finanziell drangsaliert. Keine einfache Situation für Medien-Startups. Das Online-Projekt "Outriders", zu Deutsch Vorreiter, bietet hintergründige Auslandsberichterstattung. Und das Meinungsmagazin "Pismo" wagt sich gar gedruckt an die Kioske. Sie suchen noch nach dauerhafter Finanzierung. [mehr]

Medienmagazin 18.03.18 Auf dem Handy fakodernews  - Screenshot | Bild: fakeodernews.de zum Audio Serie Medien-Startups Fake or News – spielerisch gelöst

Wie sensibilisiere ich Menschen, die sich wenig für Politik interessieren, für das Thema Falschmeldungen? Simon Sonnenberg versucht es mit einem Quiz: Welche Nachricht stimmt, welche nicht? Zwei Minuten dauert so eine Runde, gespielt werden kann auch mit Freunden. Ende März geht die Website an den Start, finanziert wird das Startup in Augsburg durch Crowdfunding und Ersparnisse. [mehr]

Portrait Mitgründerin Kristin Lein. Zum Beitrag:  Neu im Netz: feministisches Teenie-Magazin „Brause*mag  | Bild: BR / Pauline Tillmann zum Audio Neu im Netz: Das neue Jugendmagazin "Brause*Mag"

"Brause*Mag" ist anders als landläufige Teenie-Magazine: Es richtet sich gegen Rassismus und Diskriminierung, will vor allem Jugendliche ansprechen, die bislang ausgegrenzt wurden - sei es weil sie schwarz oder behindert, dick oder transgender sind. Die drei Gründerinnen sind nach vier Jahren Tüftelei im November 2017 online gegangen. Derzeit läuft ein Crowdfunding über die Plattform "Patreon". [mehr]