BR Schlager - Der BR Schlager Morgen


0

Tipps von Elke Messerschmidt So vermeiden Sie Mikroplastik beim Waschen

Mikroplastik gehört zu den größten Problemen in unseren Meeren. Verantwortlich dafür ist der Faserabrieb synthetischer Textilien beim Waschen. Doch wir können einiges tun, um das zu vermeiden. Das sind die Tipps der BR Schlager Haushaltsexpertin.

Stand: 23.03.2021

35 Prozent des Mikroplastiks im Meer stammt vom Faserabrieb synthetischer Textilien im Waschvorgang. Das ist somit die größte Quelle für den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt, insbesondere ins Meer. Kläranlagen filtern die Mikropartikel, die aus dem Waschvorgang ins Abwasser gelangen, nicht vollständig heraus. So kommen sie in Gewässer oder am Ende mit dem Klärschlamm als Dünger auf die Felder.

Veranschaulichung der Menge:

Polyester T-Shirts verursachen ca. 20 mg Mikroplastik pro KIlogramm Wäsche. Fleecejacken verursachen übrigens die 4- fache Menge. Aber wir können einiges tun, um das zu vermeiden. Tipps von der Haushaltsexpertin Elke Messerschmidt.

Augen auf bei der Materialwahl der Kleidung

  • Zum Mikroplastikabrieb führen Kleidungsstücke aus Polyester, Polyamid, Nylon. Im Blick auf Mikroplastikentstehung ist der Kauf eines Kleidungsstücks aus Baumwolle oder Wolle besser als aus Polyester.
  • Wählen Sie möglichst glatte Stoffe aus. Denn je rauer der Stoff ist, desto größer der Abrieb. Fleecejacken und gefütterte Pullis verursachen mehr Mikroplastik als T-Shirts.

Aufgepasst bei der Wahl des Waschprogramms:

  • Grundsätzlich immer vorher überlegen, muss ich das Kleidungsstück waschen oder reicht es zu lüften. Hier liegt auch die Baumwolle wieder vor dem Polyestermaterial. Dies muss häufiger gewaschen werden, weil sich unangenehme Gerüche hier eher festsetzen.
  • Aktuelle Studien zeigen, dass die Menge der abgegebenen Fasern abhängt von der Wassermenge des Waschgangs. Je mehr Wasser verwendet wird, desto mehr Faserabrieb erfolgt. D.h. vor allem der Schonwaschgang ist ungünstig für die Mikroplastikentstehung. Also Schonwaschgang so selten wie möglich verwenden und dann auch nur mit voller Maschine (dem Waschprogramm entsprechend) laufen lassen.
  • Kühlere Waschtemperaturen reduzieren ebenfalls den Eintrag an Mikroplastik -also 30 Grad statt 40 Grad oder mit modernen Waschmaschinen sogar bei 25 Grad waschen.

Einsatz vom Trockner überdenken

  • Vor allem Ablufttrockner tragen dazu bei, dass Mikroplastik in die Umwelt gelangt, und zwar werden hier Mikrofasern bis zu 9 m Entfernung rund ums Haus wahrgenommen. Allerdings verliert der Ablufttrockner in Deutschland an Bedeutung.
  • Trotzdem - Wäschetrocknen an der Luft ist die nachhaltigere Alternative.


0