BR Schlager


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Hitze und Trockenheit Ist der Rasen noch zu retten?

Jeder ächzt und stöhnt! Extreme Hitze und Trockenheit setzen auch unserem grünen Teppich, dem Rasen, zu. Denn dieser hat sich nun zum braun-gelben Fleckerlteppich verwandelt. Ist der Rasen noch zu retten?

Von: Andreas Modery

Stand: 27.07.2022

Um festzustellen, ob der Rasen überhaupt noch lebt, wird zum Spaten gegriffen und ein kleines Stück mit rund 10 cm Tiefe/Höhe aus dem Rasen gestochen. So lässt sie schnell feststellen ob nur die Halme abgestorben sind oder ob die Wurzeln ebenfalls vertrocknet sind. Ist alles abgestorben, sollte im Frühherbst der Rasen neu angelegt werden. Sollten nur einzelne Stellen betroffen sein, dann wird – ebenfalls erst im September - nachgesät. Dieser späte Termin ist deshalb so gewählt, weil ansonsten -während des trockenen Sommers- die Nachtsaat mehrmals täglich gewässert werden müsste.

Richtig wässern!

Bewässern - am besten in der oft zitierten „Herrgottsfrüh“ (Wasser verdunstet nicht sofort und die Schnecken werden nicht eingeladen!) Wichtig ist, dass wir beim Rasenbewässern eine ausreichende Menge an Wasser ausbringen, damit nicht nur die oberste Erdschicht – und somit nur das Moos davon profitiert, sondern der gesamte Bodenbereich der Rasenwurzeln das feuchte Nass bekommen. Deshalb: Ein Wasserglas auf dem Rasen platzieren und den Rasen solange wässern, bis mindestens 5 cm Wasser im Glas sind. Denn nur dann ist das Wasser bis zu den Graswurzeln gelangt.

Rasenmähen und vertikutieren sind tabu!

Da der tote Rasen sein Wachstum sowieso eingestellt hat. Wäre das Mähen sinnlos. Bei einem grünen Rasen wird das Mähen reduziert und die Schnitthöhe möglichst hoch eingestellt. Lange Grashalme beschatten sich selbst und reduzieren die Verdunstung. Auch das vertikutieren ist verboten! Denn in die freien Stellen setzen sich ungeliebte Kräuter wie Hirse und Co, die auch ohne Wasser wachsen!

Im Obstgarten

Keine Zeit verlieren! Erdbeerenpflanzen müssen jetzt in die Erde! Bevor sich ab September die Blütenanlagen entwickeln, sollten sie bereits gut eingewurzelt sein und mindestens fünf Laubblätter entwickelt haben. Am besten kauft man Erdbeerpflanzen im Topf- oder mit Pflanzballen. Sie werden in die Erde gesetzt und wachsen störungsfrei ein. Wer im Herbst zu spät seine Erdbeerpflanzen setzt, geht zudem das Risiko ein, dass die Erdbeerenpflanzen im Boden verfaulen. Wichtig: Pflänzchen vor dem Einpflanzen wässern. Beim Pflanzen der Edbeeren spielt die Pflanztiefe eine wichtige Rolle. Das Pflanzherz (Vegetationskegel) darf weder zu hoch noch zu tief sitzen. Richtig ist es, wenn das „Herz“ direkt auf der Erdoberfläche steht.

Im Gemüsebeet

Mulchen hält Beete feuchter und den Boden in der Sommerhitze deutlich temperierter. Das Mulchmaterial wie Stroh und angetrockneter Grasschnitt ist ebenso geeignet wie sogenannte „Grünabfälle“ (Brennnesseln, Beinwell etc). Wichtig: Das Mulchmaterial sollte sehr „dünn“ ausgebracht werden (Bodenoberfläche darf durchschimmern), so dass es nach Regen schnell abtrocknen kann und somit keine Schnecken eingeladen werden.


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