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Zu Ehren der Männer Herrenrunde in den Fränkischen Gschichten

Zu Ehren der Männer berufen die Fränkischen Gschichten diesmal in der Woche des Vatertags eine Herrenrunde ein. Zu Wort kommen Männer, die sich der Mundart widmen oder gewidmet haben.

Stand: 20.05.2020

Frankenrechen | Bild: picture-alliance/dpa

Diese Woche war Christi Himmelfahrt. Gefeiert von vielen Christen, bekannt aber auch als Vatertag. Ein Tag zu Ehren der Männer, an dem normalerweise Wanderungen mit Bollerwagen oder Schubkarren stattfinden und die traditionell männlichen Teilnehmer einiges an Alkohol konsumieren.

Zeitlose Worte von Franz Bauer

In Corona-Zeiten ist ein geselliges Beisammensein allerdings nicht so ohne weiteres möglich. Die Fränkischen Gschichten haben deshalb diesmal eine Herrenrunde einberufen. Zu Wort kommt beispielsweise Franz Bauer. 1901 wurde er in Steinbühl in Nürnberg geboren. Auf der Straße mit seinen Freunden spielte er Schule und ganz konsequent wurde er dann später auch Volksschullehre. In Amt und Würden begann er Theaterstücke für Kinder und Erwachsene zu schreiben. Mit Liebe, Sorgfalt und Hingabe verfasste er Legenden, Geschichten und brachte einige Gedichtbänder heraus. Damals war er ein Star der Mundartliteratur. Bei uns erklärt Franz Bauer seine Auffassung von Mundart und Schriftstellerei. Diese Aufnahmen stammen zwar aus den 50er und 60er Jahren, sind aber doch zeitlos.

Helmut Haberkamm – Mundart-Autor voller Hingabe

Helmut Haberkamm | Bild: Helmut Haberkamm

So wie Franz Bauer ein Star der Mundartdichtung zu seiner Zeit war, so ist Helmut Haberkamm ein heutiger Star des Dialekts, um den er sich nicht nur als Autor, Erfinder eines Mundartfestivals in Burgbernheim oder Liedtextschreibers liebevoll kümmert. Mit Hingabe widmet Haberkamm sich der Region, dem Dialekt als Jäger des verlorenen Wortschatzes, er schaut auch nach neuen, anderen, jungen Künstlern. 

Harald Weigand – Kenner des fränkischen Landlebens

Harald Weigand kommt aus Lengenfeld in Mittelfranken und ist ein Kenner des fränkischen Landlebens, der seinen wachen, statisch-witzigen oder melancholischen Blick auf sich selbst und auf die Franken wirft. Das Erlebte wird Wort und bei uns erzählt er von etwas, worauf wir dieses Jahr vielleicht verzichten müssen: Urlaub. Aber Harald Weigand ist erfinderisch.

Harald Grill geht spazieren

Wenn ich gehe, dann sehe ich das nicht als sportliches Ereignis. Darum nenne ich mein Gehen auch immer seltener 'wandern' –  spazieren gehen passt besser. Spaziergänger sind 'Wegbetrachter'. Spaziergänger geben sich dem Weg hin. Hingabe, ja, das Wort gefällt dem Mundart-Autoren Harald Grill in diesem Zusammenhang am besten. Warum, das verrät er bei uns in den Fränkischen Gschichten.


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