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Rock, Revolte, Flower Power Zeitreisen in die wilden Jahre

Es war an der Zeit, erstarrte politische Überzeugungen und gesellschaftliche Konventionen über den Haufen zu werfen. Ein neues Lebensgefühl brach sich Bahn. Und die Rockmusik lieferte dazu den passenden Soundtrack. Für die einen war die revolutionäre Tat das Gebot der Stunde, die anderen hielten es lieber mit love, peace and happiness. Friedlich waren die Zeiten leider nicht. Aber immerhin wild und bewegt. Die siebenteilige Sommeredition des Bayerischen Feuilletons lädt ein zu einem Hörtrip in die 60er und 70er Jahre.

Stand: 28.07.2018 | Archiv

Hippie Flower Power | Bild: colourbox.com
 

► München rockt ◄
► Die wilden 60er Jahre an der Isar ◄
Von Florian Fricke

Die ersten Ausläufer einer Flutwelle aus dem Norden bahnen sich Anfang der 60er-Jahre ihren Weg durch die Republik. Diese Welle mit Namen "Beat" erreicht schließlich auch den Alpenrand, all die Teens und Twens mitreißend, die nicht mit beiden Füßen auf dem Boden stehen.

(Sendung: 28. Juli 2018 | 08.05-09.00 Uhr | Bayern 2)
(Wiederholung: 29. Juli 2018 | 20.05-21.00 Uhr | Bayern 2)

 

► Tod in München – Frings und Schreck ◄
► Warum die Opfer der blutigsten Demonstration von 1968 ◄
► in keinem Geschichtsbuch stehen ◄
Von Ulrich Chaussy

Als "Osterunruhen" sind die Tage nach dem 11. April 1968 in die Annalen der Bundesrepublik eingegangen. Sie werden im kollektiven Gedächtnis vor allem mit den Namen des Studentenführers Rudi Dutschke und des Verlegers Axel Caesar Springer verbunden. Der Mordanschlag auf Dutschke war von einem Attentäter begangen worden, der seinen Hass aus den Studentenstereotypen von Springers "BILD" bezog. Weil das die Studenten so sahen, kam es überall in Deutschland zu heftigen Demonstrationen gegen Redaktionen und Druckereien des Springer-Verlags.

Die blutigsten Auseinandersetzungen fanden in München statt. Nur hier gab es Tote. Zwei Menschen starben, der Pressefotograf Klaus Frings und der Student Rüdiger Schreck. Ulrich Chaussy rekonstruiert die Münchner "Osterunruhen" mit Zeitzeugenberichten und Aktenrecherchen.

(Sendung: 04. August 2018 | 08.05-09.00 Uhr | Bayern 2)
(Wiederholung: 05. August 2018 | 20.05-21.00 Uhr | Bayern 2)

 

► Wilde Meile ◄
► Die Leopoldstraße in den 60ern ◄
Von Friedemann Beyer

In ihrer Mischung aus römischem Dolce Vita und Swinging London brach sich in der Leopoldstraße ein Lebensgefühl Bahn, das vehement Abschied von Gestern nahm und den Eindruck eines ständigen Ausnahmezustands erweckte. - Eine Wiederbegegnung mit dem pulsierendsten Jahrzehnt der Geschichte einer ganz besonderen Straße, mit Lokalitäten, Menschen und Klängen von Münchens einstiger "Wilder Meile".

(Sendung: 11. August 2018 | 08.05-09.00 Uhr | Bayern 2)
(Wiederholung: 12. August 2018 | 20.05-21.00 Uhr | Bayern 2)

 

► Frauenoffensiven ◄
► München und der Feminismus ◄
Von Martin Zeyn

"Sexismus geht tiefer als rassismus als klassenkampf."

(Verena Stefan: 'Häutungen', Frauenoffensive München 1975, S.35)

München war Mitte der 70er Jahre ein Zentrum des Feminismus, einer der großen Aufbruchs- und Freiheitsbewegungen in der Bundesrepublik. Martin Zeyn hat sich auf die Suche begeben nach den wenig bekannten Anfängen der Frauenbewegung und fördert Überraschendes zutage.

(Sendung: 18. August 2018 | 08.05-09.00 Uhr | Bayern 2)
(Wiederholung: 19. August 2018 | 20.05-21.00 Uhr | Bayern 2)

 

► Böse bayerische Buben ◄
► Die Band "Sparifankal" ◄
Von Ulrike Zöller

Die "Sparis" waren nicht nur Musiker - Till Obermaier erfand das Wort "Rübelmusik" für den bayerisch-bluesigen Freistil -, sie waren auch Poeten, Philosophen, Philologen, Psychologen und Pädagogen. Ulrike Zöller sprach mit einigen der Bandmitglieder über die Ideale der wilden 70er Jahre, und was daraus geworden ist.

(Sendung: 25. August 2018 | 08.05-09.00 Uhr | Bayern 2)
(Wiederholung: 26. August 2018 | 20.05-21.00 Uhr | Bayern 2)

 

► Die Samy-Brüder ◄
► Könige der Flower-Power-Ära in Schwabing ◄
Von Friedemann Beyer

Im Sommer 1967 brachten die beiden Brüder Anusch und Temur Samy das Lebensgefühl des "Swinging London" nach München. In Schwabing eröffneten sie das "Drugstore", Deutschlands ersten "Beatschuppen", es folgten das legendäre "Blow up" und ein bahnbrechendes Shoppingcenter namens "Citta 2000". Die Mischung aus Beat, Flower-Power und Kommerz war einzigartig - und wer diese Zeit erlebt hat, erinnert sich ihrer mit leuchtenden Augen.

(Sendung: 01. September 2018 | 08.05-09.00 Uhr | Bayern 2)
(Wiederholung: 02. September 2018 | 20.05-21.00 Uhr | Bayern 2)

 

► "IHRE KINDER" ◄
► Wie eine Nürnberger Band den Deutsch-Rock ins Rollen brachte ◄
Von Frieder Käsmann

Für die einen sind sie eine Legende, die anderen wissen gar nichts von ihnen:

Eine Nürnberger Band mit dem befremdlichen Namen IHRE KINDER war die erste westdeutsche Rock-Gruppe, die deutsche Texte verwendete, lange vor Udo Lindenberg und den Politrockern von „Ton Steine Scherben“. Heute ist es kaum mehr vorstellbar, dass die Rockmusik für die deutsche Sprache erst mühsam „erobert“ werden musste. Aber bis 1968 gab es keine einzige Band, die deutsch sang!

Von einigen wenigen und wenig überzeugenden Ausnahmen (Elvis mit „Muss i denn …“, die Beatles mit „Komm, gib mir deine Hand“ u.a.) einmal abgesehen, kamen deutsche Texte bis dahin nur im Schlager und in der Volksmusik vor. Die Nürnberger Band brach dieses ungeschriebene Gesetz und schrieb in fünf Jahren und mit fünf LPs deutsche Rockgeschichte.

IHRE KINDER waren die ersten, waren die Pioniere des Deutsch-Rock. Aber den Ruhm und das Geld ernteten letztendlich andere. Frieder Käsmann begibt sich auf die Spuren einer Band, die es nicht verdient hat, vergessen zu werden.

(Sendung: 08. September 2018 | 08.05-09.00 Uhr | Bayern 2)
(Wiederholung: 09. September 2018 | 20.05-21.00 Uhr | Bayern 2)


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