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Sichere Routen in der Kelchsau Skitour auf den Niederjochkogel in den Kitzbüheler Alpen

Die Kelchsau in den Kitzbüheler Alpen ist ein Naturjuwel für Skitourengeher. Einsame Touren, sanft geschwungene Hänge und herrliche Almen sind typisch für die beiden Täler Langer Grund und Kurzer Grund. Auch wenn die Bedingungen mal nicht optimal sind, ist die Tour auf den 2146 Meter hohen Niederjochkogel ein Genuss.

Von: Elisabeth Tyroller

Stand: 13.01.2018

Sichere Routen in der Kelchsau in den Kitzbüheler Alpen | Bild: BR; Elisabeth Tyroller

Unverzichtbar ist bei Lawinenwarnstufe 3 allerdings der Test, ob alle Lawinensuchgeräte eingeschaltet und auf Senden gestellt sind, auch wenn die Tour auf den Niederjochkogel als relativ lawinensicher gilt.

Im Schatten geht es ins Tal hinter

Los geht es an der Erlauer Hütte im Langen Grund und dann erst einmal eine Viertelstunde taleinwärts zum Warmlaufen. Vor der Erlauer Alm geht es dann etwas steiler Richtung Westen zur Neubergalm hinauf. Trotz blauem Himmel ist außer einem Einheimischen-Paar keiner unterwegs. Die beiden schwärmen von ihren Lieblingsgebiet: keine Lifte, unberührte und meist sehr einsame Natur.

Vorbei geht es an einem kleinen Vorberg ohne Namen Richtung Niederjockogel

An der Neubergalm überqueren wir den Bach, dann führt die Route wieder Richtung Westen weiter, vorbei an einem unbekannten, aber hübschen Vorberg. Dort hat der Regen eine Art Kunstwerk gezaubert: Linienförmige Wasserrillen haben gleichmäßige Spuren und Dellen hinterlassen. Über weite Skihänge geht es nun hinauf zum Gipfelkamm. Statt einem Gipfelkreuz erwartet uns eine herrliche Winterlandschaft mit Blick bis zum Alpenhauptkamm. Der Wind bläst – zum Glück, denn so hat er uns direkt unterhalb vom Gipfel ein Schutzmauer aus Schnee aufgetürmt, unter der wir windgeschützt Brotzeit machen und die Sonne sowie den Blick auf die Gipfel ringsum genießen. Man sieht den Schafsiedel in der Sonne, daneben den Aleiten, Schwedenkopf, Fünf-Mandling undsoweiter undsofort. Noch eine Weile sitzen wir staunend da, doch irgendwann muss man wieder hinunter, obwohl die Abfahrt eher zäh ist.

Kein Wind pfeift, hier kann man es aushalten

Fazit: Bei guten Bedingungen, sprich Tiefschnee, wäre die Tour mit langen Strecken ohne Bäume und perfekter Hangneigung ein Traum gewesen. So aber gilt die Devise: nochmal herkommen - am besten über die Inntalautobahn, Ausfahrt Wörgl Ost, in Richtung Kitzbühe. Weiter nach Hopfgarten und von dort in die Kelchsau bis zur Erlauer Hütte.

Der Niederjochkogel


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