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Zwölfuhrläuten Duttenbrunn in Unterfranken

Weite Felder und grüne Wälder umgeben die Heimat der rund 500 Einwohner. Duttenbrunn liegt auf der so genannten "Fränkischen Platte", einem wasserarmen Muschelkalkplateau zwischen Maindreieck und Mainviereck.

Von: Barbara Markus

Stand: 28.06.2015 | Archiv

Ziehbrunnen prägten früher das Ortsbild und bis ins 19. Jahrhundert kam es wiederholt zu Brandkatastrophen, weil Löschwasser fehlte. Alten Schreibweisen zufolge leitet sich der Ortsname von "Totenbrunnen" ab, oder von "Tuetenbrunnen", was mit "Röhrenbrunnen" übersetzt wird. Am kommenden Wochenende feiert Duttenbrunn seine erste schriftliche Erwähnung in einer 1.000 Jahre alten Urkunde.

Ostchor aus dem 12. Jahrhundert

Die älteste steinerne Urkunde ist auf dem Kirchhügel zu sehen: Es ist der Ostchor der katholischen Pfarrkirche St. Margareta: klein, gedrungen und mit einem Rundbogenfries aus Sandstein an der Außenfassade hat er sich von einer ersten Kirche aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Im Frühbarock wurde das Kirchenschiff angebaut, später noch ein markanter Westturm.
Strahlend weiß mit Mauerkanten aus rotem Sandstein thront das historische Ensemble über der Hauptstraße. Ihm ist ein neues, lichtes Langhaus rechtwinklig nach hinten hin angebaut. Der barocke Hauptaltar steht damit in einem Chor, der nach Süden ausgerichtet ist.

Dreistimmiges Geläut

1936 hatte die Gemeinde die große Erweiterung durch Spenden und Eigenleistung ohne Zuschüsse bewerkstelligen können – trotz aller Hemmnisse im Nationalsozialismus. Doch es hatte sich nicht verhindern lassen, dass auch im zweiten Weltkrieg Glocken eingeschmolzen wurden. Zwei wurden danach neu beschafft. Mit der großen Josefsglocke von 1927, einem Guss aus Heidingsfeld bei Würzburg, erklingt ein dreistimmiges Geläute über Duttenbrunn.


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