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Zwölfuhrläuten Amberg in der Oberpfalz

Egal, von welcher Seite man sich der mittelalterlichen Stadt Amberg auch nähert: Schon von weitem grüßt der wuchtige, mit Zwiebel und Laterne bekrönte Kirchturm der Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg.

Von: Armin Reinsch

Stand: 30.06.2019 | Archiv

Egal, von welcher Seite man sich der mittelalterlichen Stadt Amberg auch nähert: Schon von weitem grüßt der wuchtige, mit Zwiebel und Laterne bekrönte Kirchturm der Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg.

Bedeutende Künstler beteiligt

Eine breite Treppenanlage führt zum Eingangsportal des Gotteshauses, das an der Stelle einer Burganlage errichtet und 1711 geweiht wurde. Bedeutende Künstler wirkten an dem Bau mit. Wolfgang Dientzenhofer lieferte die Pläne, von Giovanni Battista Carlone stammen der Hochaltar und die Stuckaturen, und kein geringerer als Cosmas Damian Asam schuf die Deckenfresken mit Szenen aus der Wallfahrtsgeschichte.

Größter Wallfahrtsort der Oberpfalz

Diese nahm 1634 ihren Anfang, als die Pest in Amberg wütete und die Bevölkerung die Gottesmutter um Hilfe anrief. Die Pest ließ nach und seither wird das Gnadenbild "Mariahilf" verehrt, eine Kopie der berühmten Darstellung im Innsbrucker Dom von Lucas Cranach dem Älteren. Nach und nach entwickelte sich Amberg zum wohl größten Wallfahrtsort der Oberpfalz. Ihren jährlichen Höhepunkt erreicht die Wallfahrtssaison rund um das Fest "Mariä Heimsuchung" am 2. Juli. Mit einem feierlichen Gottesdienst begann gestern die Bergfestwoche 2019. Sie wird heuer wieder zahlreiche Besucher zur geistlichen Erbauung und zum geselligen Beisammensein auf den Berg führen.

Die Pilger ruft der mächtige, sechsstimmige Glockenchor der Wallfahrtskirche, dessen älteste Glocke 1729 bei Gabriel Magnus Reinburg in Amberg entstand. Angeführt wird das Geläut von der 3.200 kg schweren und 1950 in Landshut gegossenen Jubiläums- und Gefallenenglocke, die mit ihrem Schlagton a0 zugleich die tontiefste aller Amberger Glocken darstellt.


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