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Zwölfuhrläuten Zeitlarn in der Oberpfalz

Rund 10 Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Regensburg liegt die Gemeinde Zeitlarn. Über 3.500 Einwohner leben hier und schätzen die Nähe zur Metropole ebenso wie die Naturlandschaft im romantischen Regental.

Von: Dr. Jörg Haller

Stand: 22.08.2010 | Archiv

In den letzten 40 Jahren hat sich die Bürgerschaft von Zeitlarn nahezu verdreifacht. Der Ortsname leitet sich ab von den Zeidlern, wie die Imker nach dem althochdeutschen Wort "zidal" für Honig genannt wurden. Sie nutzten wohl einst die Wildbienen in den ausgedehnten Wäldern.

Alter Siedlungsplatz

Für das Jahr 1106 ist Zeitlarn als "Ceidelaren" im Schenkungsbuch des Regensburger Klosters St. Emmeram erstmals urkundlich belegt. Viele archäologische Fundstücke beweisen aber, dass hier am Fluss Regen schon seit der Altsteinzeit Menschen siedelten.

Wechselnde Konfessionen

Von einer Pfarrei in Zeitlarn berichtet 1185 eine Papsturkunde, als die Kirche und einige Güter im Dorf dem Kollegiatsstift der Alten Kapelle in Regensburg unterstellt wurden. Im Zuge der Reformation wurde Zeitlarn evangelisch-lutherisch, dann kalvinistisch und ab 1626 schließlich wieder katholisch - je nach dem Konfessionswechsel der Landesherren.

Auf dem Regenufer steht die Pfarrkirche St. Bartholomäus. 1862 war bei einem Hochwasser die barocke Vorgängerkirche sehr stark beschädigt worden. So wurde ein Neubau notwendig, der aber erst 1898 begonnen und 1909 geweiht werden konnte. Auf nun leicht erhöhtem Gelände entstand die stattliche dreischiffige Kirche, die mit Altären, Kirchenfenstern und einzelnen Figuren ausgezeichnete Werke der neuromanischen Sakralkunst in sich birgt. Die Ausstattung ergänzte man später mit Wandgemälden zur Vita des Kirchenpatrons und weiteren Schnitzwerken.

Berühmte Kirchenmusik

Seit 2004 erklingt eine neue Orgel, die den guten Ruf der Zeitlarner Kirchenmusik fördert. Der schlanke Turm mit den vier Glocken wurde erst 1957 um vier Geschosse aufgestockt und überragt seither markant Zeitlarn und das untere Regental.


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