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Zwölfuhrläuten Nammering in Niederbayern

Nammering ist Teil der Gemeinde Fürstenstein und liegt zwischen Nationalpark Bayerischer Wald und Passau im sogenannten Dreiburgenland.

Von: Georg Impler

Stand: 17.08.2008 | Archiv

Eingebunden in diese idyllische Mittelgebirgslandschaft mit ihrem Ineinander und Hintereinander von Höhen und Tälern begann die Geschichte des Ortes vor mehr als 800 Jahren als Gutsbesitz der Babenberger Herzöge, der aber im 13. Jahrhundert an das Bistum Bamberg ging. Um 1800 gehörte Nammering zur Hofmark Fürstenstein, seit 1973 - nach der Abtrennung von der Mutterpfarrei Aicha vorm Wald - ist es eigenständige Pfarrei.

Junge Kirche

Wer auf seinem Weg durch die südöstlichen Ausläufer des Bayerischen Waldes in das 900 Einwohner zählende Dorf kommt, dem fällt an der Kirche St. Florian zuerst der überaus massive Spitzhelm auf, welcher den Turm krönt. Mit ihm schließt der Chor des vor 55 Jahren erbauten Gotteshauses ab. Streng symmetrisch gegliederte Fensterreihen kennzeichnen das Langhaus und geben mit ihrem schönen Licht dem betont schlicht gehaltenen Kirchenschiff eine ganz eigene Weihe. Diesen Eindruck verstärken noch der Volksaltar aus Nammeringer Granit, der ausdrucksstarke Kreuzweg und der wahrlich prächtige Altarteppich an der Chorwand.

Zu Ehren des Heiligen Florian

Die Kirche von Nammering ist die einzige in der Diözese Passau, die dem besonders im nahen Österreich so hoch verehrten Heiligen Florian geweiht ist. Der Ortsteil Fälsching war um die Zeit des Kirchenbaus, also um 1952, so sehr von Feuersbrünsten heimgesucht worden, dass man sich dieses Schutzpatrons versicherte. Das vierstimmige Geläute - gegossen wurden die zwischen 370 und 1.100 Kilogramm schweren Bronzeglocken bei Perner in Passau - hat man im Jahr 2001 mit der Weihe der größten, der Christkönigsglocke, vervollständigt.


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