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Zwölfuhrläuten Haunwang in Niederbayern

Das Dorf Haunwang liegt auf der sanft geschwungenen Hochebene über dem Isartal südwestlich von Landshut. In den vergangenen Jahrzehnten hat der Ort durch seine verkehrsgünstige Lage und die reizvolle Landschaft eine stetige Weiterentwicklung erfahren.

Von: Dr. Jörg Haller

Stand: 20.11.2011 | Archiv

Die heute knapp 400 Einwohner Haunwangs schätzen die Nähe zur niederbayerischen Hauptstadt genauso wie die gute Erreichbarkeit Münchens und des Flughafens.

Hausherr Deotilo von Hunesuanc

Die Siedlungsgeschichte  reicht weit in die Bronzezeit zurück und schon im Jahr 784 ist der Ort auch schriftlich dokumentiert. Eine Freisinger Urkunde nennt damals einen Landeigentümer namens Deotilo von Hunesuanc.

Stilmix

Auf einer Anhöhe über dem alten Dorfkern von Haunwang steht die Filialkirche St. Katharina. Sie ist seit 1315 nachweisbar und gehörte bereits damals zur Pfarrei Eching. Die im Laufe der Zeit erfolgten Veränderungen und Erweiterungen des ursprünglich romanischen Gotteshauses aus dem frühen 13. Jahrhundert sind deutlich abzulesen: Der gotische Chor wurde um 1500 angebaut, das Dach und der Turm in der Barockzeit erhöht sowie das Kirchenschiff im 19. Jahrhundert verlängert. Seinen neugotischen Spitzhelm erhielt der Turm 1872. Darunter läuten drei Glocken.  

Frisch renoviert

Das Innere der kleinen, hellen Saalkirche mit Flachdecke und Orgelempore blieb seit der barocken Umgestaltung weitgehend unverändert. Nur eine schöne Marienstatue, die in einem Rosenkranz vor dem Chorbogen hängt, erinnert noch an die spätgotische Ausstattung. So bilden die prächtigen, reich mit Gold verzierten, dunklen Barockaltäre zusammen mit den kunstvollen Figuren und dem Kreuzwegzyklus eine stimmige Einheit, auf die bei der Restaurierung vor wenigen Jahren großer Wert gelegt wurde. Nun erstrahlt die Dorfkirche wieder in neuem Glanz und die Haunwanger sind mit Recht stolz auf ihre Gemeinschaftsleistung.


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