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Zwölfuhrläuten Wachenroth in Mittelfranken

Wachenroth liegt im Tal der "Reichen Ebrach" etwa 20 Kilometer nordwestlich von Erlangen am Südrand des Steigerwaldes. Die Rastanlage Steigerwald der vielbefahrenen A 3 gehört zum Gemeindegebiet. Es besteht aus neun Ortsteilen, in denen etwas über 2.000 Einwohner leben.

Von: Ursula Naumann

Stand: 11.05.2008 | Archiv

Nach langjähriger Zugehörigkeit zur Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt an der Aisch ist Wachenroth seit dem ersten Januar 2008 wieder eine selbstständige Kommune.

Wächter auf der Hut

Seit dem 16. Jahrhundert hat der Markt ein eigenes Wappen, das einen Wächter zeigt, der über eine Zinnen bewehrte Stadtmauer hinweg sein Horn erschallen lässt, also auf der Wacht ist.

"Sommerbraut" Sankt Gertrud

Die innen und außen frisch renovierte katholische Pfarrkirche mit ihrem Zwiebelturm gehört zum Bistum Bamberg. Sie ist hell und mit ihren zwei Emporen auch geräumig. Die Orgel im Chor und der gotische Altar fallen dem Besucher besonders ins Auge. Die Patronin der Kirche ist Sankt Gertrud, die im Jahr 659 im Alter von 33 Jahren während der Messe in Brabant in der Kirche von Nivelles starb. Die Äbtissin wird meist mit Stab und Buch dargestellt, so auch auf dem Hochaltar der Kirche. Sie gilt als Frühlingsbotin und wird während der Messe im Volksglauben oft als "Sommerbraut" oder als "erste Gärtnerin" bezeichnet.

Glockenläuten zur Tausendjahrfeier

Die vier Glocken der Kirche, die Petrusglocke, die Marienglocke, die Ottilienglocke und das "Armesünderglöcklein" das früher zu Hinrichtungen geläutet wurde, erklingen 2008 zur Tausendjahrfeier, die Mitte Mai mit einem großen Mittelaltermarkt begangen wird.


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