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Zwölfuhrläuten Vestenbergsgreuth in Mittelfranken

Bis zum frühen 19. Jahrhundert waren die Freiherren Holzschuher von Harrlach die Grundherren des mittelfränkischen Dorfes. 1818 wurde der Marktflecken eine selbständige, nun bayerische Gemeinde.

Von: Ursula Naumann

Stand: 12.07.2009 | Archiv

Heute bildet Vestenbergsgreuth zusammen mit 13 anderen Dörfern die Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt an der Aisch.

Tee und Zweite Liga

An einem Waldrand eines dieser Gemeindeteile, er trägt den hübschen Namen Ochsenschenkel, liegt der geographische Mittelpunkt Frankens. Das Wappen der ehemaligen Grundherren, ein rot gefütterter schwarzer Holzschuh, hat sich Vestenbergsgreuth als Ortswappen erhalten. Über seine Grenzen bekannt wurde der Ort einmal durch einen großen Naturarzneimittel- und Teehersteller, in dessen Unternehmen die meisten Bewohner arbeiten, zum anderen durch einen in der Regionalliga spielenden Fußballverein, der 1996 mit Fürth zur Spielvereinigung Greuther Fürth fusionierte und 2009 beinahe in die erste Bundesliga aufgestiegen wäre.

Eigenleistung der Gemeinde

Die Vestenbergsgreuther Christuskirche wurde im Jahr 1959 eingeweiht, damals noch mit einer einzigen Glocke und nur mit einem Harmonium. Die Bewohner des Dorfes hatten, wie seinerzeit üblich, den Bau zum großen Teil in Eigenleistung errichtet. Nach und nach kamen dann, vor allem durch die großzügige Unterstützung der wohlhabendsten Familie des Ortes, zwei weitere Glocken, die Orgel und eine Turmuhr hinzu.

50-jähriges Jubiläum

Schon nach 30 Jahren musste die Kirche wegen Wasser- und Feuchtigkeitsschäden von Grund auf saniert werden. Im neu gestalteten Chorraum sitzt die Gemeinde jetzt auf Bänken, die halbkreisförmig um den Altar angeordnet sind. Auf dem Altaraufsatz unter dem farbigen Glasfenster sind, wie bei alten Schreinaltären, Stationen des Lebens Christi dargestellt, damit der Name der Kirche auch bildlich anschaulich wird. Im Jahr 2009 feierte die Vestenbergsgreuther Christuskirche ihr 50-jähriges Jubiläum.


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