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Rezept Heublumensirup

Heublumen sind keine "Blumen" im klassischen Sinn. Sie sind vielmehr eine Mischung von Blüten verschiedener Wiesenkräuter, die sich auf dem Heuboden sammeln. Astrid Süßmuth bereitet aus den getrockneten Blüten einen Heublumensirup zu. Hier ist das Rezept!

Von: Astrid Süßmuth

Stand: 09.04.2018

Heublumensirup | Bild: BR/Astrid Süßmuth

Zutaten

  • 2 Stück Bio-Zitronen
  • 500 g Heublumen (getrocknet)
  • 500 g Zucker
  • 2,5 l  Wasser
  • 5  verschließbare Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 500 ml

Zubereitung

Zitronen waschen, in 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden und schichtweise abwechselnd mit dem Heublumen in einen großen Topf (kein Aluminium!) füllen. Zucker darauf streuen und mit dem Wasser übergießen. Aufkochen und 15 Minuten simmern lassen.

Noch heiß abseihen und in Flaschen füllen. Verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt, hält sich der Sirup mehrere Monate. Angebrochene Flaschen alsbald verbrauchen.

Hintergrund

Heublumen sind eigentlich gar keine Blumen, sie sind nicht einmal eine richtige Pflanze. „Die Heublumen“ sind vielmehr eine Mischung verschiedenster Wiesenkräuter, wobei Heublumen nicht gleich Heublumen sind. Sie stammen aus dem August-Schnitt, der Ohmad oder Grumet genannt wird.

Gewonnen werden die so bezeichneten Heublumen erst wesentlich später, ab der Mitte des Winters. Blüten, Früchte und feine Blättchen, die nicht von der Heugabel gepackt wurden, bilden dann eine Schicht auf dem Heuboden oder im Stadel. Nach mehrmaligem Sieben von groben Teilen, Sand und Erde gereinigt, ist das die Grundlage für die besten Bergheublumen.

Heublumenbäder fördern die Entspannung und verhelfen zu einem guten Schlaf, volksheilkundlich werden Heublumen in verschiedenen Zubereitungsformen vor allem bei Erkältungskrankheiten, Bauchschmerzen und Rheuma verwendet.


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