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Fränkische Gschichten Die 1950er und 60er Jahre in Franken

In den Fränkischen Gschichten beschwören wir diesmal den Herbst herauf, schauen uns Werbung auf Fränkisch an und wir haben Besuch: Walter Langohr stellt sich und seine Bücher vor, die das Leben der 1950er und 60er Jahre zum Thema haben.

Stand: 07.11.2018

Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer: der Herbst ist da! Draußen ist nun ein besonders schönes Licht, das den bunten Blätterreigen herrlich beleuchtet, wenn es nicht gerade grau und neblig ist. Wer das Haus verlässt, für den gehört der Regenschirm nun zur festen Ausstattung. Einer, der den Herbst sehr gerne hat, ist unser Autor Klaus Schamberger. Er beschwört für Sie den eingetroffenen Herbst herauf.

Dialekt und Humor – eine Lehrerhandreichung

Außerdem fand im Frühjahr der 14. Schülertag des Unterfränkischen Dialektinstituts in Würzburg statt. Thema war in diesem Jahr "Humor und Dialekt". Nun ist zu diesem Thema die dazugehörige Lehrerhandreichung herausgekommen. Und der Fragebogen darin beginnt so: Wie gut spreche ich Dialekt? Zu welchen Anlässen spreche ich überhaupt Dialekt? Und wie finde ich es, wenn mich jemand in seinem Heimatdialekt anspricht?

Mit Sprechweise und Stimme spielerisch experimentieren

Mit diesen Fragen also beginnt das Abenteuer der Dialektforschung an unterfränkischen Schulen. Die Dialektarbeit mit Schülern ist nicht ohne, denn gerade in der pubertären Phase fällt es vielen Schülerinnen und Schülern schwer, die Vorbehalte gegenüber dem Dialekt abzulegen und stattdessen mit Sprechweise und Stimme spielerisch zu experimentieren. Natürlicher und unverfänglicher mit dem Thema Dialekt umgehen, auch dabei helfen die Arbeitsaufträge und spielerischen Übungen der Lehrerhandreichung. Und so wird sich also in Zukunft das neu aufgenommene Thema "Dialekt und Humor" von Würzburg aus weiterverbreiten. Übrigens, im kommenden Jahr stehen dann "Dialekt und Comics" im Mittelpunkt.

Autor und Agraringenieur Walter Langohr

Dann haben wir noch einen besonderen Gast in unserer Sendung: Walter Langohr. Geboren wurde er 1941 in Sinbronn bei Dinkelsbühl. Dann wurde er Agraringenieur. Langohr treibt sein Unwesen aber auch mit der Feder, schreibt also Bücher – und darüber reden wir mit ihm.

Das Leben in Franken in den 50ern und 60ern

Langohrs Bücher beschreiben die Zeit der 1950er und 60er Jahre. Dazu kam es, weil Langohr mit Wehmut an die Entwicklung der Landtechnik in dieser Zeit zurückdenkt – und auch an die Not davor. Denn Langohr hatte vier Geschwister. Und die Pferde seines Vaters sind im Krieg umgekommen. Sein Vater und die Kriegsgefangenen aus Russland und Frankreich mussten deshalb mit Ochsen arbeiten – was eine Plage war. Da war es eine große Sache, als der erste Traktor gekauft wurde. 1950 war es schließlich soweit und Langohrs kauften einen Porsche. Solche und ähnliche Geschichten aus den 1950er und 60er Jahren erzählt Walter Langohr bei uns im Interview.

Werbung auf Fränkisch

Kennen Sie das? Sie betreten eine Metzgerei und statt Grüß Gott ertönt: A Gelbwoschd hamma fei ned! Fränkische Freundlichkeit – eine gute Werbung ist das nicht gerade. Doch wie sieht es überhaupt mit Werbung auf Fränkisch aus? Gelingt es den Franken, Fremden etwas anzupreisen und zu verkaufen? Wo sie doch als muffelig und maulfaul gelten? Auch das klären wir in den Fränkischen Gschichten.


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