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Mundart-Magazin Dialekt im Berger Winkel – und a weng a Gschmarri

Im Mundart-Magazin schauen wir diesmal in den Berger Winkel nach Oberfranken und hören uns den Dialekt der Menschen an, die dort leben. Als Gast im Studio haben wir außerdem einen der berühmtesten Franken: Klaus Schamberger.

Stand: 12.04.2019

Klaus Schamberger im Studio Franken | Bild: BR-Studio Franken/Vera Held

Der fränkische Dialekt ist bekanntlich vielfältig. Wir hören uns diesmal im Mundart-Magazin den sogenannten  "Berger Winkel"-Dialekt an. Berger Winkel, so wird die Gegend um Berg im Landkreis Hof genannt. Berg kennt, wer schon mal auf der A9 gefahren ist oder öfter den Verkehrsservice im Radio hört: "Autobahnanschlussstelle Berg/Bad Steben". Etwa 2.100 Menschen leben dort in 34 Ortsteilen, Einödhöfen und Weilern, die auf einer Fläche von knapp 40 Quadratkilometern verteilt sind.

Dialekt darf nicht in Vergessenheit geraten

Und dort im Berger Winkel setzt sich eine Mundartgruppe dafür ein, dass der "Berger Winkel"-Dialekt nicht in Vergessenheit gerät. Was sie alle gemeinsam haben: Sie lieben ihren Dialekt. Er bedeutet ihnen Heimat, ist Identität. Und die wollen sie nicht verlieren. 7.300 Wörter und 320 Redewendungen hat die Gruppe schon gesammelt und die Schätze systematisch erfasst.

Einer der berühmtesten Franken: Klaus Schamberger

"A scheens Wochenend', bis in achd Dooch widder." So hörte sich das über 35 Jahre lang Woche für Woche bei uns im BR-Hörfunk an, in der Sendung "Mittags in Franken" auf Bayern 1: Das Gschmarri zum Wochenend mit Klaus Schamberger. Viele haben sich da immer drauf gefreut - ein Höhepunkt der Radiowoche. Ende 2017 war damit Schluss. Klaus Schamberger hat als damals 75-Jähriger gedacht: "Etzadla konni scho mohl schier langsam in Radiorente geh". Umso mehr freuen wir uns, dass er nun wieder im Radio ist, bei uns im Mundart-Magazin. Er erzählt uns, was er nun so tagein, tagaus macht und verrät, was es mit seinem neuen Buch auf sich hat.

Info

"Freitagsgschmarri" heißt das neue Buch von Klaus Schamberger. "Die besten Radiokolumnen aus 35 Jahren". Es hat 175 Seiten, ist im Ars-Vivendi-Verlag erschienen und kostet 14,90 Euro.

Klaus Schamberger war aber nicht nur beim Radio, sondern auch Zeitungsjournalist – unter anderem Chefredakteur der Abendzeitung Nürnberg. Dort waren seine Glossen "Spezi unterwegs" und die wunderbar überzeichnete und zugespitzten Gerichtsgeschichten "Ich bitte um Milde" legendär. Bei uns im Interview erzählt er deshalb auch, wie er damals bei der Zeitung angefangen hat – und wie er schließlich dazu kam, im Dialekt zu schreiben.


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