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BR Heimat - Habe die Ehre! Kirchweihfeiern mit Kirchenhistoriker Roland Götz

Kirchenhistoriker Roland Götz | Bild: BR

Donnerstag, 14.10.2021
10:05 bis 12:00 Uhr

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Am Sonntag ist in Oberbayern Kirta. Da wird es Gans und Schmalzgebäck zum Essen geben und vielleicht lässt die Corona-Situation auch die ein oder andere Kirta-Hutschn zu. In "Habe die Ehre!" verrät Kirchenhistoriker Roland Götz im Ratsch mit Andreas Estner die Ursprünge und Hintergründe dieses Festtags.

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Der dritte Sonntag im Oktober ist der Kirchweih-Sonntag: Kirta. In ländlichen Gemeinden ist der folgende Montag oft nur ein halber Arbeitstag, der Nachmittag ist frei. Wie der Name "Kirchweih" schon vermuten lässt, wird dem Namensgeber der Kirche mit einem Fest gedacht. Und freilich haben die Kirchen in Bayern sehr unterschiedliche Namensgeber: Peter und Paul, Michael, Kajetan, Johannis und viele andere. Deren Namenstage waren über das ganze Jahr verteilt und so fanden die Kirchweihfeste früher auch zum Patrozinium statt. Das waren viele kleine Feste in den jeweiligen Gemeinden, mit Gottesdienst und einem Markt. Die Menschen feierten nicht nur in ihren Gemeinden, sondern auch mit den Nachbarn. Bis es im Barock ziemlich ausgeartet sein muss. Denn dann beschloss die Obrigkeit, dass es ein zentrales Kirchweihfest gibt, an dem alle Kirchen ihr gemeinsames Fest feiern - und nicht mehr von einem Fest zum nächsten ziehen. Als Datum wurde der dritte Sonntag im Oktober festgelegt.

In "Habe die Ehre!" ist der Kirchenhistoriker Roland Götz bei Andreas Estner zu Gast. Er erzählt von den Ursprüngen der Kirchweihfeste und vom Brauchtum rund um diesen wichtigen Festtag. Denn noch bis weit ins 20. Jahrhundert war das für die ländliche Bevölkerung das zentrale Herbstfest. Die Ernte war eingebracht, die meiste Arbeit erledigt und das Wetter noch gut genug, um zu feiern. Roland Götz wird mit Andreas Estner auch über das Kirta-Essen ratschen: Gans, Schmalznudeln und andere Schmankerl kommen auf den Tisch. Und er verrät, was es mit der Kirta-Hutschn auf sich hat ...