BR Heimat

Zeit für Bayern Zu Papier gebracht

Samstag, 30.01.2021
21:05 bis 22:00 Uhr

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BR Heimat

"Da hab ich mich dann recht geärgert"
Über das erstaunliche Wesen des Leserbrief-Schreibers
Von Erich Wartusch

Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg
"Bitte schickt mir ein Paar Strümpfe!"
Von Susanne Roßbach

Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

"Da hab ich mich dann recht geärgert"
Über das erstaunliche Wesen des Leserbrief-Schreibers
Von Erich Wartusch

Bei der Zeitungslektüre sind sie wie gute Bekannte. Namen, die immer wieder auf der Leserbriefseite auftauchen. Was sind das für Menschen, die ihre Meinung öffentlich kundtun wollen? Manche teilen sich einfach nur mit, andere geben gern Denkanstöße für Kommunalpolitiker und wieder andere möchten richtigstellen, was ihrer Meinung nach falsch in der Zeitung steht. Es sind ganz unterschiedliche Charaktere - vom Gscheidhaferl über die Kümmerin bis zum verhinderten Journalisten. Doch eines verbindet diese Menschen: Sie nehmen ihre selbstgewählte Aufgabe sehr ernst. Sie heben ihre Leserbriefe auf und archivieren sie in Ordnern, Klarsichthüllen oder auf dem Rechner. Viele der regelmäßigen Einsender sind schon im Ruhestand. Und oft ist die Leserbriefseite die erste, die sie bei der morgendlichen Zeitungslektüre aufschlagen.

Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg
"Bitte schickt mir ein Paar Strümpfe!"
Von Susanne Roßbach

Im Ersten Weltkrieg war die Feldpost für Soldaten und ihre Angehörigen und Freunde das wichtigste Kommunikationsmittel. 28,5 Milliarden Sendungen wurden in den Jahren von 1914 bis 1918 zwischen der Heimat und den verschiedenen Kriegsschauplätzen hin und her geschickt. 14 Millionen Männer waren von ihren Familien getrennt. Die Organisation der Feldpost war eine enorme logistische Herausforderung. Es wurden Briefe, Postkarten und "Liebesgaben" transportiert, d.h. Päckchen und Pakete, mit Lebensmitteln, Kleidung, Büchern und Zeitungen.
Die Autorin Susanne Roßbach hat im Archiv der Museumsstiftung "Post und Telekommunikation" zahlreiche Feldpostbriefe gelesen, darunter die des jungen Rudolf Emmerich aus Suhl. Ausschnitte aus seinen Briefen verdeutlichen, wie wichtig der Kontakt in die Heimat für die Soldaten war.
Trotz Email und WhatsApp werden auch heute noch handgeschriebene Briefe und Karten, Päckchen und Pakete mit der "olivgrünen Post" in die Einsatzgebiete der Soldatinnen und Soldaten transportiert. Der ehemalige Soldat Johannes Hofmann erzählt, welche Bedeutung die Feldpost während seines Einsatzes 2009/2010 in Afghanistan für ihn gehabt hat. Deutlich wird, wie wichtig es für die Soldaten war und heute noch ist, etwas von Zuhause - einen Brief, eine Karte - in Händen zu halten.
Erstsendung: 10. November 2018

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