BR Heimat

BR Heimat - Habe die Ehre! Drechsler Franz Keilhofer

Franz Keilhofer | Bild: Franz Keilhofer

Donnerstag, 14.01.2021
10:05 bis 12:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BR Heimat

Franz Keilhofer ist Drechsler, Model und Mathe-Nachhilfelehrer. Der tätowierte Bischhofswiesener war Werbebotschafter für Bayern, doch viel wichtiger ist ihm die Arbeit mit Holz. Darüber ratscht er mit Andreas Estner in "Habe die Ehre!".

11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
Als Podcast verfügbar

"Drechseln ist wie rückwärts Töpfern", sagt Franz Keilhofer. Der Bischhofswiesner liebt die Arbeit mit Holz, das sich formt, je mehr er wegnimmt. Eben genau anders rum als beim Töpfern. In seiner Werkstatt entstehen schöne Schalen aus Holz. Die Kundschaft ist begeistert, manche reisen von weit her bis ins Berchtesgadener Land, wo Keilhofer auf dem elterlichen Hof seine Werkstatt betreibt. Die ganze Großfamilie lebt da - Oma, Eltern, Bruder und die Partnerinnen. Was romantisch klingt, ist nicht immer einfach, schließlich ist jeder Mensch ein Individuum mit eigenen Vorstellungen. Aber dann muss man sich halt zusammenraufen und dann geht’s schon wieder. Wegziehen, das wollte der Drechsler nie. Zum Studium war er in Innsbruck, doch als Ingenieur wollte er nicht arbeiten. "Ich liebe Holz, es ist ein warmer Werkstoff", schwärmt er. Der 33-Jährige ist über und über tätowiert, das passt nicht ins Klischee-Bayern-Bild. Dennoch war er vor einigen Jahren einer der sieben "Werbebotschafter" für Bayern - mit langen Haaren und rotem Vollbart. Um zu zeigen, dass Bayern zwar auch Tracht und Volksmusik ist, aber eben nicht nur, sondern viel mehr. Als Model ist Franz Keilhofer noch immer gefragt, er nimmt’s pragmatisch: "Es wird gut bezahlt, danach fahre ich wieder heim."
Daheim ist er nicht nur ein gefragter Drechsler, sondern auch ein begehrter Mathe-Nachhilfe-Lehrer. Weil er sich Mathe in der Schule auch hart erarbeiten musste, will er sein Wissen nun weitergeben.

In "Habe die Ehre!" wird Franz Keilhofer im Ratsch mit Andreas Estner erzählen, was Bayern und Heimat für ihn bedeutet. Warum er so gern in seiner 7.000 Einwohner-Gemeinde Bischofswiesen lebt und arbeitet und wie das zusammengeht: Tattoo und Tradition, Drechseln und Mathe-Nachhilfe und das Leben als Großfamilie.