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BR Heimat - Habe die Ehre! Wüsten begrünen - Eduard Kastner

Moderator Michael Hafner (links) hat den Verleger Eduard Kastner zu Gast. | Bild: BR/Ulrike Kreutzer

Donnerstag, 10.10.2019
10:05 bis 12:00 Uhr

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Wenn man die Wüsten mit Bäumen bepflanzen würde, wäre das wirksamer Klimaschutz. Den Wassermangel könnte man mit Meerwasserentsalzungsanlagen beheben, so die Vision von Eduard Kastner. Er stellt seine Idee bei Michael Hafner in "Habe die Ehre!" vor.

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Weltweit verwüstet jährlich eine Fläche so groß wie Irland. Wüsten wachsen enorm. Zum Teil von selbst, zum Teil trägt auch der Mensch dazu bei. Die Sahara ist zum Beispiel seit 1920 um zehn Prozent gewachsen. Und je mehr Wüste, umso weniger Bäume. Bäume speichern CO2 und haben eine kühlende Wirkung. Es ist also eine naheliegende Idee, in den Wüsten Bäume zu pflanzen. Wenn da nicht das Problem mit dem Wasser wäre. Und genau dem will Eduard Kastner entgegenwirken. Der 69-Jährige ist Chef eines Verlagshauses in Wolnzach und hat die Stiftung "Forschung für Leben" gegründet. Kastners Vision: Er will Wüsten begrünen, im ganz großen Stil mit Hilfe von Meerwasserentsalzungsanlagen. Die sollen mit Solartechnik arbeiten, denn Sonne gibt's in Afrika, in der Sahara und der Sahelzone, genügend. Ebenso Landflächen, um die Anlagen zu bauen. Die Technik war schon in der Antike bekannt: Seeleute kochten Meerwasser und fingen den Wasserdampf mit Schwämmen auf. Freilich kostet das alles viel Geld, aber Kastner is davon überzeugt, dass sich diese Investitionen lohnen werden. Denn es würden Arbeitsplätze entstehen, die Menschen könnten ihr eigenes Geld verdienen, das Land wird begrünt und fruchtbar und das Mikroklima würde sich positiv verändern. Das würde letztendlich auch die Migration nach Europa einschränken.

In "Habe die Ehre!" nimmt sich Eduard Kastner Zeit, um seine komplexe Vision bei Michael Hafner zu erläutern.