BR Heimat

Volksmusik und Informationen

Heimatspiegel Volksmusik und Informationen

Spiegelung in einer Qwetschn | Bild: BR / Stefan Frühbeis

Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus der Region und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

Denn Heimat ist das Hier und Heute. Heimat ist der Ort, wo die Menschen in vertrautem Umfeld leben und auch die eine oder andere Überraschung erleben.

Sendezeiten

Der "Heimatspiegel" wird Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag aus dem Funkhaus München gestaltet.

Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag übernehmen dies die Kollegen aus dem Studio Franken in Nürnberg. Den Regionen entsprechend ist auch die Musik ausgewählt.

Aktuelle Themen aus Bayern, regionales Brauchtum, Wetter und Veranstaltungshinweise ergänzen das Programm.

Heimatspiegel extra

An Feiertagen senden wir einen "Heimatspiegel extra": zu hören um 8.05 Uhr auf BR Heimat.

Pfingststonntag, 23. Mai 2021

Warum der Pfingst-Ochs "Pfingstochs" heißt
Altbayerische Anmerkungen zu einem Feiertags-Brauch
von Regina Fanderl

Ochsen waren wichtig in der frühen bayerischen Landwirtschaft. In manchen Ländern der Welt sind sie es noch heute. Im Gegensatz zum unkastrierten männlichen Rind, dem Stier, ist der Ochse friedfertig und gutmütig und lässt sich als Zug- und Arbeitstier einsetzen. Der Pfingstsonntag war früher auch für das Rindvieh ein Feiertag. Am Pfingstsonntag wurde es erstmals auf die Weide getrieben. Ein Fest für Mensch und Tier. Das Leittier, der Ochse, wurde für dieses Ereignis festlich geschmückt - mit bunten Bändern, mit Blumen und Stroh. Und deshalb sagt man noch heute über ein prahlerisch gekleidetes Mannsbild: "Aufputzt is er wieder wiara Pfingstochs!"

Ein "Heimatspiegel extra" mit Erkenntnissen und altbayerischen Anmerkungen zum Thema "Pfingst-Ochs" von Regina Fanderl.

Pfingstmontag, 24. Mai 2021

Auf der Roas
Das Reisen im Spiegel der Volksmusik
von Regina Fanderl

Pfingsten ist Reisezeit. Volksmusikalisch stellt sich das Reisen in vielfältiger Weise dar. Während wir heute unter dem Begriff eine längere Fahrt in weiter entfernte Gegenden dieser Welt verstehen, ist in den überlieferten Liedern oft schon der Weg ins nächste Dorf eine Reise. Junge Männer „reisen zum Tor hinaus“, wenn sie in den Krieg ziehen müssen, Pilger begeben sich auf eine Fußreise zum Wallfahrtsort, und der Handwerksbursch reist von einem Meister zum anderen.

Wenn die Not zu groß wird, denken die Betroffenen ans Auswandern: „Wir reisen ins Amerika“! Freilich, das Reisen, das Sich-Aufmachen und das Wieder-Heim-Kommen spiegeln sich auch in der instrumentalen Volksmusik wieder. In böhmischen Polkas, ungarischen Csárdás, italienischen Canzones oder schwedischen Tänzen - gespielt auf Hackbrett, Geige oder Zither.

Warum und wohin reisen wir besonders gern? Auch dieser Frage ist Regina Fanderl im „Heimatspiegel extra“ am Pfingstmontag auf der Spur.

Fronleichnam, Donnerstag, 3. Juni 2021

Von Schleuserwegen und böhmischen Dörfern
Mit dem „Wald-Sepp“ zum „Bayerisch-Häusl“ an der bayerisch-böhmischen Grenze
von Christoph Thoma

Das „Bayerisch-Häusl“ ist ein altes Grenzwirtshaus bei Eschlkam im Bayerischen Wald. Aus der Bayerwald-Gemeinde Eschlkam im Oberpfälzer Landkreis Cham stammt Maximilian Schmidt, genannt der „Waldschmidt“, einer der Lieblingsschriftsteller König Ludwig II. und 1890 Begründer des Bayerischen Fremdenverkehrsverbands. Über den Landkreis hinaus, auch in der Tschechischen Republik, ist Josef „Sepp“ Altmann bekannt, der seit 1994 und bis Ende 2019 Tourismus-Beauftragter des Marktes war - und „Wanderpapst“. Ein Original! Christoph Thoma ist mit ihm auf historischen Schmugglerwegen zum „Bayerisch-Häusl“ gewandert und hat dabei viel über Land und Leute, Geschichte und Gegenwart dieses einst so einsamen Ecks im Bayerischen Wald erfahren.

Bayern natürlich

Europäische Wildkatze im Bayerischen Wald | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie Der Natur auf der Spur Tier- und Pflanzen-Geschichten aus der Heimat

Wissenswertes aus der Tier- und Pflanzenwelt hören Sie freitags um 8.10 Uhr im "Heimatspiegel" auf BR Heimat. Nächstes Mal geht's die Wildkatze. [mehr]

Für Sie am Mikrofon

Moderatorin Ulrike Zöller | Bild: BR/Markus Konvalin zur Bildergalerie Bildergalerie Unsere Heimatspiegel-Moderatoren

Hier können Sie sich anschauen, wer Sie täglich von 6.00 bis 9.00 Uhr auf BR Heimat in den Tag begleitet. Unsere Heimatspiegel-Moderatoren! [mehr]

Bilder

Jüdisches Leben in Bayern: Steyerisches Rasplwerk | Bild: Jüdisches Museum Hohenems zur Bildergalerie Zither, Kippa, Trachtengwand Jüdisches Leben im Alpenland

Das "Steyrische Rasplwerk" ist eine Liedersammlung des jüdischen Industriellensohnes Konrad Mautner und die Grundlage für die Arbeit vom Kiem Pauli, der in Bayern Volkslieder sammelte. Trachten gab's beim "Wallach" und viele Bergsteiger-Pioniere waren ebenfalls Juden. Bis ihnen der Zugang zu den Hütten verwehrt wurde. Ulrike Zöller begibt sich auf jüdisch-alpine Spurensuche. [mehr]


Denkmal für König Max I. Joseph in Rottach-Egern | Bild: BR/Kaufmanngrafik zur Bildergalerie Das königliche Tal Auf den Spuren der Wittelsbacher am Tegernsee

Als 1803 das Kloster Tegernsee aufgelöst wurde, fiel auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum weg. 1817 erwarb König Max I. Joseph die Gebäude. Damit kam wieder Leben ins Tal. Der Wittelsbacher und seine Familie sind dem Tegernsee bis heute verbunden. [mehr]


Fischbachauer Sängerinnen | Bild: Martin Prochazka zur Bildergalerie Blick ins Fotoalbum 70 Jahre Fischbachauer Sängerinnen

1947 standen drei junge Dirndl aus dem Leitzachtal im Miesbacher Oberland das erste Mal öffentlich auf der Bühne: die Fischbachauer Dirndl. Seitdem haben die Fischbachauer Sängerinnen mit vielen eigenen Liedern und mit ihrer dreistimmigen Singpraxis die alpenländische Volksmusik entscheidend mitgeprägt. [mehr]


Auer Dult unter der Maria Hilf Kirche | Bild: BR/Stefan Frühbeis zur Bildergalerie Auer Dult Neuheiten, altes Graffl und viel mehr

Eigentlich wäre jetzt Zeit für die Auer Dult an der Mariahilfkirche in München. Aber wegen Corona findet die Dult nicht statt. Wir nehmen Sie zumindest akustisch mit auf den Marktplatz, wo es alles gibt, was das Herz begehrt: Geschirr, Bürsten, Lederhosen, Riesenrad, Schiffschaukel und gebrannte Mandeln. Aber sehen Sie selbst ... [mehr]