BR Heimat

BR Heimat - Habe die Ehre! Wildtierschützerin Christine Miller

Wildtierschützerin Christine Miller (links) mit Moderatorin Bettina Ahne. | Bild: BR

Freitag, 24.01.2020
10:05 bis 12:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BR Heimat

Wildtiere in freier Wildbahn sehen wir immer seltener. Ihr Lebensraum wird verdrängt, oft gelten die Wildtiere eher als Störenfriede denn als Mitlebewesen. Der Verein "Wildes Bayern e.V." sieht sich als Anwalt der Wildtiere. Deren Vorsitzende Christine Miller ist bei Bettina Ahne in "Habe die Ehre!" zu Gast.

11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
Als Podcast verfügbar

Wildtiere sind die Ureinwohner Bayerns, doch viele Menschen kennen Birkhuhn, Feldhase und Gams nur noch von Fotos, die wenigsten dürften diese und andere Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum, draußen in der Natur, beobachtet haben. Und was man nicht kennt, schützt man nicht. Der Verein "Wildes Bayern e.V." sieht sich als Anwalt der Wildtiere, der ihre Anliegen mit Sachverstand und Herzblut vertritt. Sie wollen die Öffentlichkeit über die Wildtiere und ihre Lebensumstände informieren und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Wildtieren fördern. Ein Anliegen sind zum Beispiel "After Work-Skitouren", die nach der Arbeit, nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden. Schon seit ein paar Jahren gibt es diese Angebote. Was für den Arbeitnehmer eine prima Sache ist, ist für die Natur eine Katastrophe. Wenn Skitourengeher zum Beispiel beleuchtete Pisten verlassen, schreckt auch ein einzelner Skifahrer das Wild im dunklen Wald auf. Für das Tier bedeutet das Stress, wertvolle Energiereserven müssen für die Flucht verschwendet werden. Wie sich hier Mensch und Tier am besten verhalten - und zwar ohne große "Einbußen" - dafür setzt sich der Verein ein.

In "Habe die Ehre!" ist Christine Miller bei Bettina Ahne zu Gast. Sie ist die 1. Vorsitzende des Vereins "Wildes Bayern e.V." und wird ihren Verein und die Arbeit vorstellen. Sie wird erklären, wie der Verein zur Aufhebung der Schonzeit bei der Gamsjagd steht und wie sich Mensch und Wildtier wieder etwas näherkommen. Denn, was man kennt, das schützt man auch.