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Symptome Wie merkt man Arthrose?

Die Anfänge von Arthrose werden oft nicht bemerkt, sondern erst mit zunehmender Ausprägung der Gelenkzerstörung, also wenn der Knorpel an einzelnen Stellen schon abgenutzt ist.

Von: Monika Dollinger

Stand: 01.03.2018

Arthrose-Patientin: Ex-Gymnastin Magdalena Brzeska  | Bild: picture-alliance/dpa

"An den Fingern merkt man die Arthrose deutlich, wenn die Gelenke Knochenwülste bilden und die Finger zum Teil auch steif und schief werden."

Prof. Grifka, Direktor des Lehrstuhls und der Klinik für Orthopädie für die Universität Regensburg

Einteilung der Knorpelabnutzung

Durch die Arthroskopie, also die Spiegelung des Gelenks, wird die Schwere des Gelenkverschleißes festgestellt und in folgende Stufen eingeteilt:

  • Grad I ist eine Knorpelerweichung. Der Knorpel ist noch glatt, aber von Flüssigkeit durchtränkt und weich. Wenn man ihn mit einem Tasthäkchen prüft, sinkt es tief ein, denn der Knorpel hat seine Festigkeit verloren.
  • Grad II bedeutet, dass kleine Auffaserungen in der Knorpeloberfläche vorhanden sind. Der Knorpel ist nicht mehr glatt.
  • Grad III ist erreicht, wenn Zerklüftungen des Knorpels bis an den Knochen reichen, wie kleine Krater.
  • Grad IV bedeutet, dass es Knochenareale gibt, auf denen kein Knorpel mehr zu finden ist und der Knochen folglich völlig blank liegt.

Arthrose ist nicht gleich Arthritis

Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Schleimhaut. Bei der Arthritis ist wichtig, dass man sehr schnell handelt, bevor diese entzündete Schleimhaut den Knorpel zerstört: Sie wächst von der Seite auf die Gelenkflächen, also den Knorpel herauf und kann ihn dann zerfressen.


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